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CLO-Neuemissionen

CLO-Neuemissionen

Quelle: Citi Velocity New Issuance CLO Volume

Collateralized Loan Obligations existieren seit ungefähr 24 Jahren, die erste Auflegung einer solchen Verbriefung von besicherten Unternehmenskrediten geschah, natürlich, in den USA 1992. Die erste in Europa aufgelegte Transaktion stammt aus dem Jahr 1999.

So lag das Neuemissionsvolumen 2003 noch bei knapp 10 Mrd. USD, 4 Jahre später in 2007 schon bei circa 130 Mrd. USD. Den Ereignissen der nächsten Jahre, auch als Finanzkrise bekannt, war es geschuldet dass das Neuemissionsvolumen fast komplett einbrach. In 2009 kamen nur knapp 2 Mrd. USD an Neuemissionsvolumen auf den Markt, ausschließlich in US-amerikanischen CLOs. Trotz der Bestätigung mehrerer Experten das die Krise keine direkte Auswirkung auf CLOs hat und diese auch keine Mitschuld an der Krise selbst tragen, zog der Ruf anderer ABS Assetklassen die CLOs in Mitleidenschaft. Die Meinung der Experten wird auch durch die tatsächliche Verlustrate der CLOs bestätigt, diese lag in der Krisenzeit bei unter 1%.

In den nachfolgenden Jahren erholte sich das Neuemissionsvolumen stetig, seit 2013 auch wieder mit europäischen CLOs, resultierend im Höchststand von 140 Mrd. USD Gesamtvolumen in 2014. Im darauffolgenden Jahr ging das Volumen an neuen Transaktionen leicht zurück auf circa 118 Mrd. USD, in 2016 liegt das erwartete Volumen aufgrund der Niedrigzinsphase und regulatorischen Neuerungen bei circa 70 Mrd. USD, davon 15 Mrd. USD in europäischen CLOs.

Das Gesamtmarktvolumen(US + EUR CLOs) liegt derzeit bei circa 500 Mrd. USD.

Was bedeutet ABS?

Was bedeutet ABS?

Der Begriff ABS ist eine Abkürzung und stammt aus dem Englischen, er bedeutet „Asset Backed Securities“. Dies heißt übersetzt „forderungsbesicherte Wertpapiere“. ABS sind folglich Wertpapiere, die mit Forderungen besichert sind. Die Zahlungsansprüche, die der Investor innehat, richten sich dabei an die zugrunde liegenden Sicherheiten, die in einer Zweckgesellschaft verbrieft sind. Die Zweckgesellschaft ist gleichzeitig auch der Emittent der verbrieften Wertpapiere. Die Emission ist vergleichbar mit dem Sondervermögen eines Fonds.

Im Vergleich zu klassischen Unternehmensanleihen bedeutet dies, dass der Investor keinen Anspruch gegenüber einem einzelnen Unternehmen hat, sondern eine Forderung gegenüber einer Zweckgesellschaft, welche Forderungen gebündelt hat. Pfandbriefe sind ebenfalls Bündelungen von Forderungen, doch im Gegensatz zu Pfandbriefen haftet bei ABS-Papieren nicht die herausgebende Bank mit ihrem eigenen Kapital. Der Wert der Forderungen allein dient als Sicherheit.

Die Anlageklasse der ABS ist weit gefächert und enthält viele verschiedene Unterkategorien, die sich durch die zugrunde liegenden Sicherheiten unterscheiden lassen. Diese Thematik greifen wir in einem späteren Beitrag auf.

Arten von Asset Backed Securities

Arten von Asset Backed Securities

Asset Backed Securities ist ein Oberbegriff für eine Assetklasse des Finanzmarktes. Es handelt sich dabei um Verbriefungen von unterschiedlichen Forderungen.

Das bedeutet, das nicht wie bei einer klassischen Unternehmensanleihe, das einzelne Unternehmen für die Anleihe haftet, sondern das ein Forderungspool die Verbindlichkeit gegenüber dem Investor stellt. Ein Forderungspool ist grundsätzlich immer homogen in der Forderungsart, doch gibt es verschiedene ABS Arten, die aufgrund verschiedener Arten der Forderungspoole entstehen.

Diese lassen sich in vier wesentliche Bereiche unterteilen:

  • Mortgage Backed Securities: Forderungspool auf Basis von gewerblicher oder privater Immobilienfinanzierung. Dieser Bereich nimmt den größten Teil der ABS Emissionen ein.
  • Asset Backed Securities – im engeren Sinne: Verbriefungen von Forderungspools auf Basis von Finanzierungen von Kreditkarten-, Leasing-, Auto- oder Studentenkrediten.
  • Collateralized Loan/Bond Obligations: Verbriefungen auf Basis von Unternehmensrefinanzierungen, die mittels Krediten oder Anleihen aufgenommen werden.
  • Collateralized Debt Obligations: Der Forderungspool basiert auf anderen ABS Sparten oder wird synthetisch z. B. mittels Derivaten erzeugt. Dieser Teil des ABS Markets ist allerdings seit der Krise 2008 kaum noch vorhanden.
Warum steht die amerikanische Politik still?

Warum steht die amerikanische Politik still?

Es ist kaum zu glauben aber trotz aller Bemühungen von Donald Trump (und bemüht sich aufrichtig) das Amt wieder loszuwerden, er muss weiter Präsident bleiben. Die letzten Tage habe ich wahllos Gesprächspartner in New York City aber auch auf ländlichen Gebieten darauf angesprochen, wie das sein kann. Vom berühmten Taxifahrergespräch – der, wie sich rausstellte, mit einer Deutschen verheiratet ist und entsetzt und mit Sorge um seine Kinder auf Washington blickt – bis zum Manager globaler Unternehmen.

Es gibt in Tat drei Lager. Demokraten, oder auch die Amerikaner die eine intellektuellere Sichtweise haben, sehen die Chance bei den Senatswahlen überwältigend zu gewinnen um dann alles zu blockieren, wie es die Republikaner mit Obama gemacht haben. Die Demokraten sehen ein Impeachment, und damit die Ernennung von Mike Pence zum Präsidenten kritisch, insbesondere weil dann wieder ein Profi ins Weiße Haus einziehen würde, der weiß wie das Spiel läuft.Dann gibt es die Trump Basis die überzeugt davon sind, das Trump alles versucht um „America great again“ zu machen. Daran aber von allen gehindert wird aus politisch motiviertem Neid bis hin zu Verschwörungstheorien. Dann gibt es noch die Republikaner, die glauben, dass der durch Trump verursachte Schaden aktuell so groß ist, dass sie bei den anstehenden Senatswahlen untergehen werden und dennoch die Hoffnung nicht aufgeben, das es doch noch irgendwie alles gut wird.

Ich bleibe bei meiner schon vor Monaten formulierten Meinung: das aktuelle politische Risiko durch Donald Trump und die damit verbundene Gefahr für die globalisierte Wirtschaft, die das Wachstum der letzten Jahrzehnte erst möglich gemacht hat, wird massiv unterschätzt durch den unerschütterlichen Glauben daran, dass Aktienmärkte „long term“ nur nach oben gehen können. Ob das dann auch noch gilt, wenn nach der Industrierevolution 4.0 nur noch eine Hand voll Firmen den Großteil des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften kann, kann durchaus kritisch gesehen werden. Wenn es dann auch vielleicht auch keine Notenbanken mehr gibt, die den „Put“ stellen können das es dann vielleicht den klassischen Geldumlauf und die klassische Versorgung der Wirtschaft mit Kapital nicht mehr gibt… Food for thoughts!

Warum die USA zum Wachstum verdammt sind…

Warum die USA zum Wachstum verdammt sind…

Das Leben in den USA ist extrem teuer. Angefangen bei Grundnahrungsmitteln, die in etwa Schweizer Preise haben: ein Liter Milch 2 USD, ein Pfund Joghurt 4 USD, Fleisch zwischen 20-40 USD/kg. Dann kommen Schulgebühren, 20 – 40fach höhere Grundsteuern als in Deutschland, hohe Strompreise, Studiengebühren und insbesondere Wohnen dazu. Entweder der durchschnittliche Amerikaner ist hoch verschuldet und zahlt für seinen Hypothekenkredit ca. 2 – 2.5% mehr Zinsen als der Deutsche und bis zu 20 % für seine Kreditkartenschulden. Oder er zahlt Mieten, die bei ca. 1000 – 2000 USD für ein einfachstes Haus/Wohnung liegen. Natürlich nicht in einer größeren Stadt, hier liegen die Preise bis zu 10fach höher. Nein, diese 1000 – 2000 USD zahlt man auf dem Land, im Einzugsbereich einer Metropole – inkl. bis zu 3h pendeln täglich.

Die USA hat keine Wahl. Das lässt sich nur mit einem nachhaltig starkem Wachstum finanzieren, das auch dem Mittelstand die Möglichkeit bietet sich nicht „arm“ zu fühlen, sondern diesem das Gefühl gibt wirklich der Mittelstand zu sein.

Das Grundproblem ist allerdings nicht das allgemein niedrigere Wachstum in den westlichen Volkswirtschaften, sondern die fehlende Produktivität.

Der Ausweg scheint in der industriellen Revolution zu liegen, die bereits ihre Wirkung entfaltet: mit hohen Wachstumsraten und Unternehmensbewertungen in speziellen Bereichen, die allerdings in der Breite noch nicht angekommen sind.

Der Preis dafür wird eine gesellschaftliche Umwandlung sein, mit einer noch nie da gewesenen und nachhaltigen Arbeitslosigkeit, auf die Antworten gefunden werden müssen. Das bedingungslose Grundeinkommen wird in Silicon Valley bereits als Lösung gesehen, allerdings beantwortet es nicht die Frage, wie eine Gesellschaft mit einer Arbeitslosigkeit von 20 – 30 % funktionieren kann. Das aktuelle System und die allgemeine calvinistische Weltanschauung, das jeder erst mal für sich selbst sorgen muss, steht dem diametral entgegen. Vielleicht eine Chance für Länder wie Deutschland und Frankreich, in denen Solidarität gesellschaftlich stärker verankert ist, diese Umbrüche besser zu meistern.

Es wird im Kern darum gehen, dass nicht nur Wohlstand anders verteilt werden muss, sondern wie wir den nicht arbeitenden Menschen in unseren Gesellschaften ein sinnvolles und würdevolles Dasein ermöglichen, bzw. wie wir in dieser neuen Welt unsere Werte und Weltanschauungen an unsere Kinder weitergeben.