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Was bedeutet ABS?

Was bedeutet ABS?

Der Begriff ABS ist eine Abkürzung und stammt aus dem Englischen, er bedeutet „Asset Backed Securities“. Dies heißt übersetzt „forderungsbesicherte Wertpapiere“. ABS sind folglich Wertpapiere, die mit Forderungen besichert sind. Die Zahlungsansprüche, die der Investor innehat, richten sich dabei an die zugrunde liegenden Sicherheiten, die in einer Zweckgesellschaft verbrieft sind. Die Zweckgesellschaft ist gleichzeitig auch der Emittent der verbrieften Wertpapiere. Die Emission ist vergleichbar mit dem Sondervermögen eines Fonds.

Im Vergleich zu klassischen Unternehmensanleihen bedeutet dies, dass der Investor keinen Anspruch gegenüber einem einzelnen Unternehmen hat, sondern eine Forderung gegenüber einer Zweckgesellschaft, welche Forderungen gebündelt hat. Pfandbriefe sind ebenfalls Bündelungen von Forderungen, doch im Gegensatz zu Pfandbriefen haftet bei ABS-Papieren nicht die herausgebende Bank mit ihrem eigenen Kapital. Der Wert der Forderungen allein dient als Sicherheit.

Die Anlageklasse der ABS ist weit gefächert und enthält viele verschiedene Unterkategorien, die sich durch die zugrunde liegenden Sicherheiten unterscheiden lassen. Diese Thematik greifen wir in einem späteren Beitrag auf.

Arten von Asset Backed Securities

Arten von Asset Backed Securities

Asset Backed Securities ist ein Oberbegriff für eine Assetklasse des Finanzmarktes. Es handelt sich dabei um Verbriefungen von unterschiedlichen Forderungen.

Das bedeutet, das nicht wie bei einer klassischen Unternehmensanleihe, das einzelne Unternehmen für die Anleihe haftet, sondern das ein Forderungspool die Verbindlichkeit gegenüber dem Investor stellt. Ein Forderungspool ist grundsätzlich immer homogen in der Forderungsart, doch gibt es verschiedene ABS Arten, die aufgrund verschiedener Arten der Forderungspoole entstehen.

Diese lassen sich in vier wesentliche Bereiche unterteilen:

  • Mortgage Backed Securities: Forderungspool auf Basis von gewerblicher oder privater Immobilienfinanzierung. Dieser Bereich nimmt den größten Teil der ABS Emissionen ein.
  • Asset Backed Securities – im engeren Sinne: Verbriefungen von Forderungspools auf Basis von Finanzierungen von Kreditkarten-, Leasing-, Auto- oder Studentenkrediten.
  • Collateralized Loan/Bond Obligations: Verbriefungen auf Basis von Unternehmensrefinanzierungen, die mittels Krediten oder Anleihen aufgenommen werden.
  • Collateralized Debt Obligations: Der Forderungspool basiert auf anderen ABS Sparten oder wird synthetisch z. B. mittels Derivaten erzeugt. Dieser Teil des ABS Markets ist allerdings seit der Krise 2008 kaum noch vorhanden.