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CLO Markt Aktuell:  Infinigon Portfoliomanagement Kommentar zur aktuellen Marktsituation

CLO Markt Aktuell: Infinigon Portfoliomanagement Kommentar zur aktuellen Marktsituation

Im aktuellen Umfeld werden wir uns auf unsere Kompetenzen im Portfoliomanagement fokussieren und wie bereits in der Finanzkrise versuchen die Herausforderungen zu meistern, aber auch Chancen und Opportunitäten zu nutzen. 

Als krisenerprobter Manager werden wir alles daran setzen, Sie erfolgreich durch diesen Sturm zu begleiten. Das konnten wir bereits zur Finanzmarktkrise 2008/2009 für unsere Investoren unter Beweis stellen.

Wir werden unsere Investoren und alle Interessenten über die aktuelle Marktlage der CLO Wertpapiere auf dem Laufenden halten.

Stand 30.09.2021

Marktkommentar vom Infinigon Portfoliomanagement, Ekaterina Shumakova

In der zweiten Septemberhälfte hat sich die CLO-Marktaktivität deutlich belebt. Es  gab mehrere Ankündigungen an Neuemissionen und Resets/ Refinanzierungen sowie eine wieder steigende Anzahl an Auktionen.

Wie sehen weiterhin eine starke Nachfrage von institutioneller Seite. Die Investoren drücken in den CLO-Markt, um Zinsänderungsrisiken abzufedern sowie eine positive Realrendite zu erzielen. Auch deshalb hat die ab Mitte September aufgetauchte Volatilität auf den globalen Finanzmärkten die CLO-Märkte fast nicht betroffen – die Renditen blieben weiterhin stabil und bei AAA CLOs sogar leicht enger.

Die starke Nachfrage betraf sowohl Primär- wie auch Sekundärtransaktionen.

Nach einer Vielzahl von Upgrades in den letzten Monaten – als Korrektur zu den pandemiebedingten Downgrades – waren die Aktivitäten der Ratingagenturen überschaubar. Es gab weiterhin vereinzelte Rating-Upgrades von einzelnen CLO-Tranchen.

Die Performance der Fonds war im September neutral bis positiv.

CLO-Rendite

Die CLO-Renditen blieben im September stabil.

Die durchschnittlichen Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

Trading-Aktivitäten

Die Sekundärmarktaktivitäten sind parallel mit den Primärmarktaktivitäten wie erwartet angestiegen. Die Märkte waren aktiv durch die ganze CLO-Struktur: von AAAs bis zu Equity.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Im September haben sich die Neuemissionsaktivitäten fortgesetzt.

In Europa war das Q3 mit ca. 10,5 Mrd. EUR an Neuemission eines der Aktivsten was Primary betrifft. Im September haben 10 CLO-Neuemissionen mit ca. 4,2 Mrd. Euro, 2 Resets mit 0,8 Mrd. Eur. und 4 Refinanzierungen mit 1,4 Mrd. EUR gepreist. Seit Jahresanfang gab es 62 Neuemissionen mit ca. 26 Mrd. Eur., 52 Refinanzierungen mit 16 Mrd. Eur. und 83 Resets mit 35 Mrd. Eur.

In den USA gab es 34 CLO-Neuemissionen mit einem Volumen von 17,5 Mrd. USD und 47 Re-Issue/ Refinanzierungen / Resets mit insgesamt ca. 22,5 Mrd. USD. YDT gab es 259 Neuemissionen mit $ ca.128 Mrd., 9 Re-Issue, 233 Refinanzierungen und 191 Resets mit insgesamt ca. $194 Mrd.

CLO-Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte sind im September positiv gelaufen. Aufgrund hoher Nachfrage in den USA (mehrere Neuemissionen) auch von den Loan-Funds getrieben, war der Loanmarkt positiv.

Im September wurden von der Credit Suisse die 12-Monate rollierende Default Rate von Leveraged Loans publiziert. Seit 6 Monaten hat sich die Defaultrate in Europa von 1,1% (Mai 2021) auf 0,5% (September 2021) reduziert. In den USA von 3,8% (Mai 2021) auf 1,3% (September 2021).

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht negative Performance für September ca. +0,07% und YTD +1,38% (S&P ELLI). Dies ist nicht ungewöhnlich, da der Euro-Markt weniger durch Loan Funds getrieben ist und häufig dem US-Markt „hinterherläuft“. In den USA beträgt die Veränderung im September 2021 ca. +0,38% (S&P LSTA) und YTD +2,49%.

Kommentar vom CIO Infinigon, Christiane Wenzel

Als pro-aktiver CLO-Spezialist haben wir Situationen genutzt, wo Angebot und Nachfrage im Ungleichgewicht lagen.
Heißt konkret: Nutzung der Sommermonate für Investitionen im dreistelligen Millionenbereich. Mit unseren Käufen tummelten wir uns in den unterschiedlichsten Bonitäten von A, BBB, BB und NR. Auch regional waren wir – sowohl in Nordamerika, als auch in den europäischen Ländern – unterwegs. Durch Timing und geeignete Vorauswahl konnte für die Erwerbspositionen ein Alpha von 0,20% – 0,40% bei IG Bonitäten generiert werden.

Der Monat September stand bei Infinigon im Zeichen von Vorpositionierungen der kommenden Wochen. Anlageausschusssitzungen, Optimierung von Bilanzen und Themen der allgemeinen Finanzwelt werden in den nächsten Wochen bei vielen Finanzmarktteilnehmern im Fokus stehen. Wir sind bereit, um die uns anvertrauten Fonds aktiv durch diese Marktphase zu navigieren.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von Jürgen Nott,  New York (CEO Infinigon)

Das Infrastrukturpaket hängt am seidenen Faden. Da Biden nicht auf die Stimmen der Republikaner zählen kann, braucht er alle 50 Stimmen im Senat plus der Stimme von Vice President Harris. Bidens Problem heißen Kyrsten Sinema, Senatorin aus Arizona sowie Joe Manchin – ein demokratischer Senator aus West Virginia. Beide drohen gegen das Infrastrukturpaket zu stimmen. Hier offenbart sich der Richtungsstreit innerhalb der Demokraten – eher traditionell gegen liberal – oder was die Verschuldung betrifft „maßvoll“ gegen „aufs Ganze“. Biden hat meines Erachtens auf seiner Agenda die USA in eine soziale Marktwirtschaft umzubauen. Dies hat meiner Ansicht nach folgende Gründe:

  • Stabilisierung der Demokratie durch breitere Bildung, gerechter empfundene Verteilung von Kapital, mehr Chancengleichheit, aber auch die Vorwegnahme von (wie man es auch nennen mag) bedingungslosem Grundeinkommen, da aufgrund mangelnder globaler Wettbewerbsfähigkeit und dem technologischen Fortschritt zig Millionen Jobs nicht nur gefährdet sind, sondern wegfallen werden.
  • Verbreiterung der Wählerbasis für die Demokraten durch breitere Bildung und mehr (empfundener) Gerechtigkeit.

Auch war es spannend was den Schuldendeckel betrifft. Hier ist es interessant, dass es um Schulden geht, die bereits vom Senat und Kongress beschlossen wurden – hier zum Beispiel die Mehrausgaben durch die Pandemie in Verbindung mit nicht gegenfinanzierten Steuergeschenken an die Unternehmen und Reichen (hier kann man den Begriff glaube ich zurecht benutzen). Also es gibt letztlich keine Alternativen, als entweder die Schuldengrenze anzuheben, oder eben in Default zu gehen, da die Schulden bereits gemacht wurden. Somit wird das immer wiederkehrende Theater dazu eher zum Pokerspiel, um der jeweiligen Gegenseite – die gerade am Ruder ist – etwas abzugewinnen. So ist halt Politik und die Börsen, Wirtschaft und Investoren müssen damit leben…

Was aktuell noch dazukommt ist, dass die Fed mit ihren zwei Zielen, die ihr vom Kongress vorgegeben wurden – Währungsstabilität und Vollbeschäftigung – zwischen drei Stühlen sitzt. Auf der einen Seite scheinen beide Ziele aktuell unvereinbar. Auf der anderen Seite kämpft sie nach Ansicht nicht weniger Experten gegen eine Fiskalpolitik, die es aktuell Menschen leichter macht keinen Job zu suchen und damit die Vollbeschäftigung, zumindest so wie diese aktuell definiert ist, erschwert.

Auch wenn das „big picture“ sehr komplex scheint – im Kleinen zeigt sich die Flexibilität und Agilität am Beispiel Radweg. Ein paar Eimer Farbe und buchstäblich über Nacht ist der neue Radweg fertig – gut geschützt durch die neu entstandenen Parkflächen – die Verkehrsberuhigung gibt’s noch obendrauf…

Damit wünsche ich Ihnen noch einen „goldenen Herbst“ und machen Sie es gut!

Ihr Jürgen Nott

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.

Stand 31.08.2021

In Europa war es im August, wie die letzten Jahre auch, eher ruhiger. Es gab kaum Neuemissionen und Refinanzierungen sowie auch sehr wenig vereinzelte Auktionen. Wir erwarten im September ein Anziehen der Aktivitäten.

In den USA dagegen hatten die Banken versucht möglichst viele Neuemissionen noch im August zu preisen, damit es im September mehr Platz für Refinanzierungen und Resets gibt. Dies führte zu einem Neuemissionsrekord.

Die Aktivitäten der Ratingagenturen haben sich ebenfalls in Grenzen gehalten. Der Trend von Heraufstufungen einzelner CLO-Tranchen setzte sich fort.

Die Performance der Fonds war im August neutral bis positiv.

CLO-Rendite

Die CLO-Renditen haben sich im August kaum bewegt. Es gab eine leichte Ausweitung der Spreads von AAA- CLOs im US-Markt als Folge des Angebots durch die hohe Neuemissionsaktivität.  

Die durchschnittlichen Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

Euro CLO rendite
US CLO Rendite

Trading-Aktivitäten

Die Sekundärmarktaktivitäten waren moderat. In Europa war der Sekundärmarkt in Einklang mit dem Primärmarkt auch relativ ruhig. In den USA waren die Investoren eher auf Primary konzentriert.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

In Europa wurden nur 4 CLO-Neuemissionen mit ca. 1,6 Mrd. Euro gepreist, dabei keine Resets oder Refinanzierungen. Seit Jahresanfang liegt dabei die Anzahl an Neuemissionen bei 53 Transaktionen mit 21,5 Mrd. Eur., 14,3 Mrd. Eur. an Refinanzierungen und 33,9 Mrd. Eur. an Resets.

In den USA gab es 32 CLO Neuemissionen mit einem Volumen von 17 Mrd. USD und 34 Re-Issue/ Refinanzierungen / Resets mit insgesamt ca. 17,45 Mrd. USD. YDT gab es 224 Neuemissionen mit $ ca.110 Mrd., 8 Re-Issue, 207 Refinanzierungen und 168 Resets mit insgesamt ca. $170 Mrd.

Sowohl in Europa, als auch in den USA erwarten wir viele weitere Neuemissionen und Refinanzierungen für September.

CLO-Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte sind im August positiv gelaufen. Aufgrund hoher Nachfrage in den USA (mehrere Neuemissionen) war der Loan-Markt positiv.

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht negative Performance für August ca. +0,2% und YTD +1,3% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im August 2021 ca. +0,22% (S&P LSTA) und YTD +2,1%.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von Jürgen Nott,  New York (CEO Infinigon)

Das wirtschaftlich beherrschende Thema – insbesondere der letzten Wochen – war der U.S. Arbeitsmarkt. Hier gehen die Meinungen bei meinen Gesprächspartnern aus der Finanzindustrie und Wirtschaft so weit auseinander wie bei der Einschätzung der Inflation.

Dass aktuell die Jobmaschine stottert, heißt lediglich, dass die Anzahl der Menschen in Arbeit nicht zum wirtschaftlichen Aufschwung passt. Woher kommt das Phänomen? Bei eher kurzfristiger Betrachtung werden Gründe wie noch laufende (aber jetzt auslaufende) Hilfsgelder genannt. In der Tat sind die „Stimulus Checks“ noch Anfang September in den meisten Staaten ausgezahlt worden. Auch die Unterstützungsgelder, z.B. aus dem Covid EIDL Programm, welche durch die SBA (Small Business Administration) an Firmen ausgezahlt werden soll, sind im Rückstand und werden noch weiter fließen (im Wesentlichen sind dies Kredite, die die Unternehmen mit einem geringen Zinssatz innerhalb von 30 Jahren zurückzahlen müssen). Darüber hinaus wird aufgrund der Delta Variante Kinderbetreuung fehlen; teilweise, weil Bildungs- und Betreuungseinrichtungen noch geschlossen sind, bzw. die Öffnung noch nicht als verlässlich betrachtet wird. Teilweise weil andere Familienmitglieder versorgt werden müssen.

Wenn man etwas mehr aus der Distanz auf den Arbeitsmarkt schaut, dann liegt das Problem zum großen Teil auch in einem breiten und plötzlich stattfindenden Lifestyle-Wandel begründet. Es gibt 10 Mio. offene Stellen und 8.4 Mio. Jobsuchende – wie passt das zusammen? Hier kommt die Flexibilität der Amerikaner, sowie die Bereitschaft zum „downsizing“ und zusammenrücken ins Spiel. Vielen ist die Lebensqualität wichtiger geworden als der Job. Sie rücken in der Familie enger zusammen, mehrere Generationen unter einem Dach, oder „down sizen“ und sparen dadurch z.B. an der höchsten Kostenbelastung – der Miete. Aktuell gibt es so viele Firmengründungen wie nie. Viele versuchen sich durch die Gründung von Micro-Unternehmen – Ich AGs – vom Arbeitsmarkt unabhängig zu machen. Damit stehen die Firmen, Restaurants, Hotelbetriebe, der ganze Servicesektor vor einem Problem, dass sich nicht einfach mit höheren Löhnen, oder dem Wegfall von Sozialleistungen lösen lässt. Unternehmen, die Flexibilität anbieten können und wollen gehören zu den Gewinnern, oder auch solche, die auf Automation/Produktivkapital setzen. Langfristige Investitionen waren noch nie die Kernkompetenz amerikanischer Unternehmenslenker, die den kurzfristigen Profit (und damit die eigene Tasche), oder auch eher den „Exit“ im Blick hatten. Zwingt der aktuelle Wandel des Arbeitsmarktes die Unternehmen auf Kapital anstatt Arbeit zu setzen? Sollte das so sein, dann stehen Amerika Jahre der Investitionen in Produktivkapital bevor und damit einhergehend eine Produktivitätssteigerung, welche die U.S.A. auch abseits des Technologiesektor auf dem Weltmarkt wieder konkurrenzfähig machen könnte.

Es bleibt wie immer spannend!

Ihnen einen erfolgreichen und spätsommerlichen September,

Ihr Juergen Nott

In eigener Sache

INFINIGON PACKT IN AHRWEILER MIT AN

Nachdem sich bereits Mitarbeiter privat bei den Aufräumarbeiten in Ahrweiler eingebracht haben und sehr positiv darüber berichteten, hat sich das INFINIGON TEAM dazu entschlossen gemeinsam anzupacken. Team Building mal anders.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.

Sprehen Sie uns an:

Nico Hofste, i. A. Vertrieb Infinigon GmbH
hofste@infinigon-capital.com
0211 31054166


Stand 31.07.2021

Der Monat Juli hat sehr ruhig begonnen. Wahrscheinlich haben auch die Fußball-Europameisterschaft sowie die Urlaubszeit um den „Independence Day“ in den USA eine Rolle gespielt.

Mitte Juli kamen Refinanzierungs- und Neuemissionsaktivitäten mit sehr vielen Transaktionen zurück. Die Neuemissionsaktivitäten waren im Juli sogar auf Rekordhöhe für das Jahr 2021.

Reduzierte Nachfrage führte zu technisch bedingten, leichten CLO-Spreadausweitungen auf der Primary Seite – insbesondere in den Ratingkategorien A und BBB. Dadurch haben sich attraktive Anlagemöglichkeiten ergeben, die wir entsprechend den Mandaten für unsere Investoren nutzen konnten.

Die wenigen Aktivitäten der Ratingagenturen waren einige Upgrades von einzelnen CLO-Tranchen. Auf der Loanseite war es ebenfalls sehr ruhig und wir konnten lediglich vereinzelte Downgrades beobachten.

Performance der Fonds war im Juli war neutral bis positiv.

CLO-Rendite

Die CLO-Rendite sehen auf der Grafik fast unverändert aus. Grund dafür ist, dass durchschnittliche Werte berechnet werden: Die attraktiven Levels, die sich in Europa Richtung Ende Juli auf Primärmarkt ergeben haben, werden gemittelt. Die Rendite der Ratingkategorie A hat sich von 200 bps auf 220-230 bps ausgeweitet, die BBB-Rendite von 305 auf 330-340.

Die durchschnittlichen Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

CLO Rendite Europa

 Trading-Aktivitäten

Sekundärmarkt war relativ ruhig. Es gab mehr Aktivitäten im Sub-IG Bereich und Equity.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Die Neuemissionen und Refinanzierungen, die ab Mitte Juli annonciert wurden, haben versucht noch im Juli zu preisen. Aufgrund leichterer Nachfrage wurden diese auf August verschoben.

Im Juli haben in Europa 11 CLO-Neuemissionen mit ca. 4,8 Mrd. Euro und 3 Resets gepreist. Seit Jahresanfang liegt dabei die Anzahl an Neuemissionen bei 49 Transaktionen mit 20,1 Mrd. Eur., 43 Refinanzierungen mit 13 Mrd. Eur. und 62 Resets mit 30,5 Mrd. Eur.

In den USA gab es im Juli 22 CLO Neuemissionen mit einem Volumen von 10 Mrd. USD, und 39 Re-Issue/ Refinanzierungen / Resets mit insgesamt ca. 16,2 Mrd. USD. YDT gab es 171 Neuemissionen mit $ ca.82,5 Mrd., 8 Re-Issue, 194 Refinanzierungen und 142 Resets mit insgesamt ca. $152,2 Mrd.

CLO Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte waren im Juli ebenfalls sehr ruhig und stabil bis leicht negativ.

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht negative Performance für Juli ca. -0,14% und YTD +1,145% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im Juli 2021 ca. -0,35% (S&P LSTA) und YTD +1,85%.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.

Hinsichtlich der amerikanischen Wirtschaft ist Joe Biden ist kurz vor seinem weiteren Ziel mit der nötigen Zustimmung einiger Republikaner sein Infrastrukturpaket durchzubringen.

Da ich noch der D-Mark Generation angehöre, war ich doch etwas überrascht als ich in der Nähe des „Massachusetts Institute of Technology“ in Boston einfach nur tanken gehen wollte und mir der Tankwart seinen neuen BitCoin ATM vorgestellt hat – manchmal ist man der Zukunft näher als man denkt… (wenn man dem Tankwart glauben darf – der vermutlich hauptberuflich am MIT studiert….)

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.



Stand Ende Juni

Im Juni haben sich CLO-Märkte seitwärts bewegt. Sowohl der Zinsanstieg am langen Ende, als auch der stärkere US-Dollar Bewegungen haben die CLO-Märkte kaum beeinflusst.

Die Refinanzierungs- und Neuemissionsaktivitäten setzten sich fort. Ein starkes Angebot führte zu einer leichten Ausweitung von AAA-CLO-Spreads.

Die Rating-Agenturen waren nach den Monaten vieler Upgrades weniger aktiv – es gab nur vereinzelte Aktionen bei CLOs und Loans.

Die Performance der Fonds war im Juni neutral bis positiv.

CLO-Rendite

Die CLO-Renditen blieben fast unverändert.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

CLO Rendite Europa
CLO Rendite USA

Trading-Aktivitäten

Die Sekundärmarktaktivitäten waren relativ ruhig. Es gab vereinzelte BWICs, die teilweise ohne Geschäft (DNT) ausgegangen sind.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Im Juni gab es in Europa 6 CLO-Neuemissionen mit ca. 2,30 Mrd. Euro, 4 CLO Refinanzierungen, 11 Resets und 1 Re-Issue. Seit Jahresanfang liegt dabei die Anzahl an Neuemissionen bei 37 Transaktionen mit 14,7 Mrd. Eur., 43 Refinanzierungen mit 13 Mrd. Eur. und 59 Resets mit 25,3 Mrd. Eur.

In den USA gab es im Juni 28 CLO-Neuemissionen mit einem Volumen von 14 Mrd. USD, und 51 Re-Issue/ Refinanzierungen / Resets mit insgesamt ca. 24,3 Mrd. USD. YDT gab es 149 Neuemissionen mit $ ca.72,5 Mrd., 7 Re-Issue, 174 Refinanzierungen und 124 Resets mit insgesamt ca. $136 Mrd.

CLO Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Unternehmenskreditmärkte waren im Juni unauffällig.

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht negative Performance für Juni ca. -0,006% und YTD +1,23% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im Mai 2021 ca. +0,29% (S&P LSTA) und YTD +2,23%.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.

Liebe Geschäftsfreunde,

wenn es noch ein paar etwas eher außergewöhnlichere Statistiken braucht, oder – auch für die Statistiker unter Ihnen – mal etwas andere Charts zur Post-Corona-Lage in den USA und New York City:
Wie vielerorts so wird auch in den USA insbesondere in Notzeiten von denen, die es sich leisten können, mehr gegeben/gespendet. Ein Indikator für die gefühlte Lage in New York City ist der Tipping Indicator. Je schlimmer die Lage eingeschätzt wird, desto höher das Trinkgeld, da die Beschäftigten im Servicebereich zum großen Teil von „Tips“ leben.
Aus üblichen 15-18% wurden bis 25% und auch hier normalisiert sich der Index auf deutlich unter 20% Tip.

Der National Toilet Paper Index zeigt an welcher Stelle der Artikel beim Einkaufen von Amerikaner im Supermarkt steht – üblicherweise um die #30 – zum Peak der Pandemie gelang Toilettenpapier der Sprung auf Platz 1 der Einkaufsliste. Also auch dieser Indikator zeigt – die USA „is going back to normal“.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.


Stand Ende Mai

Die CLO-Märkte sind im Mai ruhig und positiv gelaufen, die Volatilität war sehr  gering.

Die höheren Refinanzierungs- und Neuemissionsaktivitäten sowie ein aktiver Sekundärmarkt setzten sich auch im Mai fort.

Wir sehen weiterhin Upgrades bei CLOs und Loans – auch wenn sich das Tempo verlangsamt hat. Diese sind im Wesentlichen auf die Stabilität der Besicherungspools, aber auch auf das aktive Management der jeweiligen CLO Manager zurückzuführen. Gerade in angespannten Märkten und dann auch in der Recovery-Phase ist die Auswahl der Manager und der Tranchen ein wesentliches Element, um Alpha zu generieren.

Die Performance der Mandate war überwiegend positiv.

CLO-Rendite

Die CLO-Spreads engen sich weiter ein; Die Ratingkategorie AAA um 3-5 bps, AA um bis 10 bps, A um 5-22 bps, in der Ratingkategorie BBB um 10-15 bps, Sub IG 35-50 bps.

Die Spreads pro Ratingkategorie waren wie folgt:

CLO Rendite Europa
CLO Rendite USA

Trading-Aktivitäten

Die Sekundärmarktaktivitäten waren im Vergleich zu Primärmarktaktivitäten moderat. Die Investoren waren weiterhin auf Resets und Refinanzierungen konzentriert. Es gab vereinzelte BWICs überwiegend im SUB-IG Bereich und Equity. CLO Equity bleibt weiterhin gut nachgefragt.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Im Mai setzten sich die Refinanzierungsaktivitäten fort.

Im Mai gab es in Europa 4 CLO-Neuemissionen mit ca. 1,6 Mrd. Euro, 3 CLO-Refinanzierungen, 10 Resets. Seit Jahresanfang liegt dabei die Anzahl an Neuemissionen bei 32 Transaktionen mit 12,9 Mrd. EUR und ca. 33 Mrd. an Refinanzierungen und Resets.

In den USA gab es im Mai 29 CLO Neuemissionen mit einem Volumen von 13,6 Mrd. USD, und 37 Re-Issue/ Refinanzierungen / Resets mit insgesamt ca. 15,6 Mrd. USD. YTD gab es 135 Neuemissionen mit $ ca.65,3 Mrd., 4 Re-Issue, 152 Refinanzierungen und 97 Resets mit insgesamt ca. $110,8 Mrd.

CLO-Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte sind im Mai positiv gelaufen.

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht positive Performance für Mai ca. 0,12% und YTD +1,24% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im Mai 2021 ca. +0,31% (S&P LSTA) und YTD +1,98%.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.

In den USA hellt sich die Stimmung weiter auf. New York wird zunehmend lebendiger. Die U-Bahnen, Straßen, Radwege, Shopping Malls und Meilen füllen sich. Inlandstouristen nehmen die Gelegenheit wahr, die Stadt für sich zu haben. Entsprechend ist die Kauflaune. Während vor 4-6 Wochen der Broadway (die Shoppingmeile unterhalb der Musical Theater) noch leer war, strömen nun Menschenmassen mit Einkaufstüten durch die Straßen.

Der Mangel an Arbeitskräften ist auch hier in der City sichtbar. Wholefoods und andere Supermärkte finden z.B. keine Kassierer/-innen, so dass sich lange Schlangen vor den Self Checkout Kassen bilden. Biden hat jetzt die Reißleine gezogen und ein Ende der Corona-Hilfen beschlossen, um Arbeitskräfte zu motivieren Jobs anzunehmen. Die Pandemie hat allerdings einen Trend verstärkt, der schon vorher Fahrt aufgenommen hat. Die Unternehmen müssen sich noch mehr ins Zeug legen, um Arbeitskräfte zu gewinnen. Die Zahl der Arbeitnehmer, die von sich aus kündigen, hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt, während die Zahl der offen Stellen mit 8 Millionen auf einem 20 Jahresrekord ist.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.


Stand Ende April

Nach einem ruhigen Start war das Handelsvolumen in der zweiten Aprilhälfte recht lebhaft. Insbesondere Auktionen und steigende Sekundärmarktaktivität haben dazu beigetragen. Primärmarktaktivitäten in Europa blieben moderat während diese in den USA deutlich angezogen haben.

Die CLO-Spreads haben sich aufgrund höherer Nachfrage und positiver Grundstimmung eingeengt.

CLO-Rendite

Die Ratingkategorie AAA haben sich um 3-5 bps eingeengt, AA um 7 bps, A um 5-22 bps, die Ratingkategorie BBB um 20-30 bps, Sub IG 50-75 bps.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

EUR CLO Rendite 2021
US CLO Rendite 2021

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Verglichen mit den USA waren die Primärmarkt- und Refinanzierungsaktivitäten in Europa zunächst etwas ruhiger, haben jedoch im Verlauf des Aprils schrittweise zugelegt. In den USA lagen die Neumissions- und Refinanzierungsaktivitäten auf Rekordhöhe.

Im April gab es in Europa 7 CLO-Neuemissionen mit ca. 3,1 Mrd. Euro, 3 CLO Refinanzierungen und 2 „Resets“. Seit Jahresanfang liegt dabei die Anzahl an Neuemissionen bei 27 Transaktionen mit 10,9 Mrd. EUR, 35 Refinanzierungen und 37 „Resets“ mit einem Volumen von circa 27 Mrd. EUR.

In den USA sahen wir im April 29 CLO-Neuemissionen mit einem Volumen von 13,6 Mrd, USD, und 59 „Refi/Resets“ mit insgesamt ca. 24,5 Mrd. USD. YTD gab es 107 Neuemissionen mit $ ca.52 Mrd., 4 Re-Issue, 131 Refinanzierungen und 80 Resets mit insgesamt ca. $71 Mrd.

CLO Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte sind im April positiv gelaufen.

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht positive Performance für April ca. 0,24% und YTD +1,11% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im April 2021 ca. +0,26% (S&P LSTA) und YTD +1,64%.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.

„HEUTE IST BESSER ALS GESTERN, ABER NICHT SO GUT WIE MORGEN“

Dieser Satz beschreibt den Glauben an den „amerikanischen Traum“, der eine der wesentlichen Grundlagen für den vergangenen Erfolg Amerikas war und vielleicht weiterhin ist. Diesen Glauben an den amerikanischen Traum für möglichst viele Amerikaner zurückzubringen ist Joe Bidens Ziel – WHATEVER IT TAKES!

Die Kehrseite der Medaille ist, dass durch die enormen Hilfsprogramme der Aufschwung verlangsamt wird. Die Arbeitsmarktzahlen gestern haben es deutlich gemacht. Vielen Amerikanern im Niedriglohnbereich geht es mit den Stimulus-Checks besser als in Lohn und Arbeit. Immer noch sind Viele mit der Betreuung von Angehörigen (z.B. Kinder, die nicht in die Schulen können) dem Arbeitsmarkt entzogen. Damit finden z.B. Restaurants, der Freitzeitsektor, Logistik nicht die Arbeitskräfte, die sie benötigen, um am Aufschwung entsprechend teilzuhaben.

PREISE GEHEN DURCH DIE DECKE

Frachtkosten:           Container von China nach Europa haben sich verzehnfacht

Baumaterialien wie Styropor und Holz haben sich verdoppelt und verdreifacht

Das sich das auf die Inflationsraten niederschlägt ist keine Frage mehr. Die Million Dollar Frage ist vielmehr – wie nachhaltig sind die preistreibenden Faktoren? So oder so sind Investoren mit CLOs gut positioniert, da sie im Falle von steigenden Zinsen davon profitieren und das bei sehr attraktiven Renditen.

NEW YORK IST ERWACHT

Tausende Parkplätze wurden in der City von den ansässigen Gastronomen in teilweise sehr schön gestaltete Außenbereiche verwandelt, um den Restaurants und Bars eine Überlebenschance zu geben. Bei frühlingshaften Temperaturen findet man nur noch schwer einen Platz. Die Radfahrwege, Joggingstrecken, die U-Bahn und Straßen sind so voll wie vor Corona und man sieht und trifft auf tausende Menschen, die die neue Lebensfreude und Optimismus ausstrahlen.  

PRAGMATISMUS WAR UND IST DAS GEBOT DER STUNDE

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.


Stand 31.03.2021

Anfang März kam es zu einer leichten Ausweitung – aufgrund von vielen „Resets“ sowie Primaryaktivitäten. Das erste Quartal 2021 war ein Rekord bei Primary und Refinanzierungsvolumen.

Nach der leichten Ausweitung blieben die Spreads stabil, auch aufgrund von schrittweise reduzierten Handelsaktivitäten im Sekundärmarkt.

Der Sekundärmarkt war weniger aktiv, auch aufgrund des hohen Primaries-Volumens sowie Ostern-bedingt.

Das Heraufstufen der Ratings im CLO-Bereich setzt sich wie von uns erwartet weiter fort.

Die CLO-Renditen

Eine ganz geringfügige Ausweitung seit Ende Februar. Die Ratingkategorie AAA bis A um 4 bis 12 bps, die Ratingkategorie BBB 17-20 bps, Sub IG 27-50 bps.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

EUR CLO Rendite
US CLO Rendite

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Die Neuemissionsaktivitäten sowie Refinanzierungsaktivitäten setzten sich im März fort. Trotz der Ausweitung haben viele weitere Refinanzierungen und Resets gepreist. Teilweise gab es Tranchen, die mit einem attraktiveren Spread als die ursprüngliche Transaktion refinanziert wurden, z.B. die Rendite von einer A-Rating-Tranche war ursprünglich 210bps, wurde aber refinanziert mit einer Rendite von 230bps.

Dies zeigt, dass der Grund für Refinanzierungen und Resets nicht nur Spreadeinengungen ist, sondern auch die Intention von Equity-Investoren die Transaktionslaufzeit zu verlängern und über längere Laufzeit bessere IRRs zu generieren. Zweitens möchten CLO-Manager die während des Jahres 2020 gebrochenen Tests wieder in Ordnung bringen und weitere Flexibilität für aktives Management erhalten. (Die Anlagerichtlinien werden angepasst bei Refinanzierungen / bei gebrochenen Tests sind die Restriktionen viel höher und der Manager hat weniger Flexibilität für aktives Management, um Wert aufzubauen).

Im März gab es in Europa 8 CLO-Neuemissionen mit ca. 3,2 Mrd. Euro, 12 CLO-Refinanzierungen, 12 Resets und 1 Re-Issue. Seit Jahresanfang liegt dabei die Anzahl an Neuemissionen an 20 Transaktionen mit 7,8 Mrd. EUR, Refinanzierungen und Resets 54 mit ca. 20 Mrd. EUR.

In den USA gab es im März 35 CLO-Neuemissionen mit einem Volumen von 16 Mrd. USD, und 45 Re-Issue/ Refinanzierungen / Resets mit insgesamt ca. 22 Mrd. USD. YDT gab es 79 Neuemissionen mit $38,5 Mrd., 3 Re-Issue, 98 Refinanzierungen und 55 Resets mit insgesamt ca. $71 Mrd.

CLO Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte sind im März leicht gelaufen. Einer der Gründe von leichter Volatilität sind weitere Veröffentlichungen von Ergebnissen aus 2020. Beobachtung einer Regelmäßigkeit: seit 2015 in Europa und 2017 in den USA war die Performance von den Leveraged-Loans Markets im Monat März historisch immer negativ. Trotz leicht negativer Performance im März bleiben die Kreditmärkte YTD weiterhin positiv.

Der Euro-Kreditindex zeigt eine leicht positive Performance für März ca. -0,2564% und YTD +0,8919% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im März 2021 ca. -0,19% (S&P LSTA) und YTD +1,4%.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.

Die Zeichen stehen auf “vorwärts” – Amerika im „Impf Hype“

Letzte Woche gab es einen neuen Impfrekord, 4 Millionen Shots/Tag.

Es war “Spring Break” und wir haben die Gelegenheit genutzt – unter Wahrung der Quarantänevorschriften – uns von New York City Richtung Norden nach Vermont aufzumachen. Egal ob an der Tankstelle, in Restaurants (zum Take-Out), in der Hotellobby oder beim Anstehen am Skilift (streng nach Social Distancing geordnet) sowie auch bei unseren Geschäftspartnern an der East und West Coast – der Small Talk geht nur noch ums Impfen. “Hey how are you – did you get your shot”, “I got my first one”, “how did you get your appointment”, “man – my second shot really hit me”…… und so weiter. Aber immer klingt auch ein gewisser Stolz heraus dabei zu sein, seinen Teil beizutragen das Virus zu stoppen. “I did my part.”

Das hat mir wieder vor Augen geführt, nachdem mir der Glaube daran die letzten Jahre fast abhandengekommen ist, was eine der großen Stärken der Amerikaner ist. Sie sehen sich als Teil einer Community, eines Größeren, eines Landes und Staates. Bei aller Differenzen.

Biden kann damit beides Gelingen, die Demokratie nach 4 Jahren der Untergrabung zu stärken, indem alle Amerikaner wieder das Gefühl haben, dass es ihnen besser geht als unter seinem Vorgänger. Der Staat kümmert sich und verringert die gefühlte Chancenungleichheit. Versucht aber insbesondere das zerrissene Land wieder zu einen und auf den gemeinsamen Nenner zu bringen – am Ende sind „wir“ alle Amerikaner.

Hier steht eine mögliche Überwindung der COVID-Krise der Mondlandung nicht nach.

Es kann heute wie damals zu einer Euphorie führen, als Amerikaner gemeinsam eine Bedrohung (gestern “den Russen” – heute COVID) überwunden haben. Das kann in einem kollektiven Glücksgefühl münden, welches in Verbindung mit “gefüllten Taschen” einen wahren Konsumrausch und damit längerfristigen Aufschwung auslöst. Biden versucht das Kunststück, dass auch Merkel gelang – die Mitte zu besetzen. Dabei muss er zum einen die “Linken” und “Grünen” mitnehmen (da macht er den Kretschmann), aber auch dem mitte-rechts Flügel zeigen, dass er auch “hart” kann und für amerikanische Werte (wenn auch nur gefühlt) steht.

Wenn Biden das gelingt und „die Mitte“ besetzt werden die Demokraten vom Rechtsruck der Republikaner auf Jahre hinaus profitieren.  Ich persönlich glaube, dass hier eine immense Chance liegt Kapitalismus und seine Folgen sowie Demokratie wieder in Einklang zu bringen.

Ihnen alles Gute


Stand 28.02.2021

Im Februar weniger Dynamik, die Märkte haben sich seitwärts bewegt.

Die Märkte werden schrittweise mit den Neuemissionen und Reset-, Refinanzierungsaktivitäten gesättigt. Verlagerung Aktivität von Sekundär auf Primär. Der Februar war einer der aktivsten Monaten seit 2017 im Sinne Neuemission und Refinanzierungen.

Die Nachfrage ist weiterhin da, mit wieder stärkerer Differenzierung zwischen CLO-Manager zu sehen.

Damit einher geht die Fortsetzung der Upgrade-Aktivitäten von zuvor heruntergestuften  CLO-Tranchen.

CLO-Rendite

Die CLO-Renditen haben sich im Februar stabilisiert. Interessant ist, dass in den USA die Unterschiede zwischen AAA und BB über 100 bps weiter als in Europa lagen. In den USA liegen die AAAs bei 97bps und BBs bei 725 bps, während in Europa die Renditen entsprechend 120 und 610 sind. Die AAAs in Europa scheinen relativ günstig DD zu sein.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

EUR CLO Rendite

Trading-Aktivitäten Februar

Die Märkte waren weiterhin sehr aktiv. Jedoch haben zahlreiche Angebote an Neuemissionen und Refinanzierungen die Nachfrage etwas ausgewogen. Die steigende Nachfrage nach CLO Equity aufgrund der Einengung der AAA Spreads. Wir sahen auch eine Verlagerung der Aktivitäten von Sekundär auf Primary Transaktionen.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen im Februar

Die Neuemissionaktivitäten sowie Refinanzierungsaktivitäten setzten sich im Februar fort.

Im Januar gab es in Europa 8 CLO-Neuemissionen mit ca. 3 Mrd. Euro, 23 CLO-Refinanzierungen und 2 Resets. Seit Jahresanfang liegt dabei die Anzahl an Neuemissionen bei 11 Transaktionen mit 4,16 Mrd. EUR, Refinanzierungen und Resets 28 mit 10,32 Mrd. EUR.

In den USA gab es im Januar 35 CLO-Neuemissionen mit einem Volumen von 16 Mrd. USD, und 45 Re-Issue/ Refinanzierungen / Resets mit insgesamt ca. 22 Mrd. USD.

CLO Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte – Loans –  sind im Februar positiv gelaufen.

Der Euro-Kreditindex zeigt eine leicht positive Performance für Februar ca. +0,54% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im Februar 2021 ca. +0,4% (S&P LSTA).

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.

Midtown – Ghost Town

Vor der Krise war ich regelmäßig in Midtown, um CLO-Manager, Loans-Spezialisten und Vertreter von Banken und anderen Finanzdienstleistern zu treffen. Nach fast 12 Monaten hatte ich etwas in Midtown zu erledigen und war am Mittwoch um 7.30 Uhr (morgens) am Times Square. Von da aus auf meinem Weg ins Herz von Midtown, wo sich normalerweise zigtausende aus den U-Bahnschächten in die Büros drängen. Am Times Square zählte ich gerade mal 26 Personen und auf meinem Weg vorbei an den Zentralen von Morgan Stanley und Bank of America sah es nicht anders aus. Ich musste unwillkürlich an den „Tag danach“ denken als Lehman seine Mitarbeiter feuerte und das einzige was noch lebendig war, war die animierte Fassade…

Was wird aus den Metropolen, die bereits jetzt massive Budgetlöcher aufweisen, wenn Einnahmequellen wie die Property Tax, die leicht das zigfache bis zum hundertfachen der deutschen Immobiliensteuer, aber auch die lokalen Steuern aufgrund der Abwanderung von qualifizierten Arbeitskräften und lukrativen Unternehmen nicht mehr zurückkommen?

Dass der Strukturwandel in vollem Gange, ist zeigen auch folgende Daten:

  • U.S. Companies investieren in hybride Arbeitsumgebungen – % der U.S. Manager, die vermehrt in folgende Technologien investieren wollen:
    • Virtuelle Teamarbeit 75%
    • IT-Infrastruktur 70%
    • Manager Training für virtuelles Arbeiten 65%
    • Conference Rooms Tech Updates 47%
    • Flexible Sitzpläne 45%

Im April 2020 haben 70% der Amerikaner „remote“ gearbeitet. Aktuell sind es noch 55%. Es bleibt weiter spannend und es gilt wie immer, das einzig Beständige ist der Wandel.

Ihnen alles Gute

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.


Stand 31.01.2021

Der CLO-Markt ist sehr aktiv ins neue Jahr gestartet – die Marktteilnehmer waren im Monat Januar sehr „bullish“. Selbst die Volatilität Ende Januar, nahezu über alle Märkte hinweg, hat CLOs kaum betroffen. CLO-Tranchen waren über alle Ratingkategorien hinweg stark gefragt.

Auch im Sekundärmarkt führte die starke Nachfrage zur Einengung der CLO-Renditen.

Damit einher geht die Fortsetzung der Upgrade-Aktivitäten von bisher downgegradeten CLO-Wertpapieren wie wir es auch im Nachgang zur Finanzkrise gesehen haben.

Januar – sehr positive Performance der Fonds.

CLO-Rendite

Einengung quer über die gesamte Kapitalstruktur.

IG: 10-30 bps Einengung

Non-IG:20-75 bps Einengung

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

EUR CLO Rendite
US CLO Rendite

Trading-Aktivitäten Januar

Sehr große Nachfrage. Sehr aktive Märkte. Sehr große Anzahl an Auktionen. Insbesondere aktiv BBB, BB und Equity, aber auch AAAs. Die Quote von nicht gehandelten Wertpapieren an Auktionen war sehr niedrig.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen im Januar

Die Neuemissionsaktivitäten gingen sofort mit Jahresstart los. Gleichzeitig, aufgrund der Spreadeinengung, sahen wir Refinanzierungen und Resets (Ausübung einer Call-Option an CLO-Tranchen:  die bestehende Tranchen eines CLOs zahlen vollständig zurück und es werden neue emittiert mit Marktkupons).

Bei einem Reset oder Re-Issuane wird auf Basis von dem bestehenden Kreditpool eine neue Transaktion emitiert mit angepassten Deal Indenture, u.a. Maturity, Reinvestmen Periode und Non-call Datum sowie auch die Levels werden aufgrund aktueller Marktrenditen angepasst. Bei den Refinanzierungen handelt es sich nur um Anpassung von Levels und der Rest bleibt wie bei der ursprünglichen Transaktion – dabei werden niedrigere Renditen bei kürzeren Laufzeit angeboten.

Im Januar gab es in Europa 3 CLO-Neuemissionen mit ca. 1,2 Mrd. Euro, 3 CLO-Refinanzierungen und 2 Resets mit insgesamt 1,8 Mrd. EUR.

In den USA gab es im Januar 16 CLO-Neuemissionen mit einem Volumen von 8 Mrd. USD, 1 Re-Issue, 25 Refinanzierungen und 4 Resets mit insgesamt ca. 10 Mrd. USD.

Wir erwarten für 2021 weiterhin eine starke Aktivität an Refinanzierungen.

CLO Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte sind seit Anfang Januar Richtung Ende des Monats sehr positiv gelaufen.

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht positive Performance für Januar 2021 ca. +0,6% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im Januar 2021 ca. +1,2% (S&P LSTA).

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.

In 2020 wurde geklotzt und nicht gekleckert – gilt auch unter Biden.

Biden versucht aktuell ein 1.9 Billionen USD Hilfspaket an die Republikaner vorbei durch den Senat zu bringen. Damit steht auch 2021 im Zeichen weiterer Verschuldung des Staatshaushaltes im Rennen gegen die Zeit.

Nach der Finanzkrise hat es fast 10 Jahre gedauert bis der Anteil der Langzeitarbeitslosen im Verhältnis zur Gesamtarbeitslosigkeit sich wieder auf Vorkrisenniveau eingependelt hat. Das Bild hat sich während der Pandemie wieder umgekehrt und das mit einem schnelleren und einschneidenderen technologischen Wandel.

Sind die weiteren fiskalpolitischen Transferzahlungen, die bereits in 2020 die eingetretenen Rückgaenge der Einkommen signifikant überstiegen haben (siehe Marktkommentar vom Dezember) der Einstieg in das bedingungslose Grundeinkommen? Biden will den Mindestlohn auf 15 USD anheben. Ob dies zur Entlastung der einkommensschwachen Amerikaner dient, oder Rationalisierung und Automatisierung vorantreiben soll wird man sehen. Letzteres scheint unausweichlich wenn man sich von China wirtschaftlich unabhängiger machen möchte. Zumindest was die Produktion und „Made in U.S.A“ anbetrifft.
Ihnen alles Gute!

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 


Stand 31.12.2020

Im Monat Dezember setzte sich die Rally fort.

Im Dezember haben wir wie von uns erwartet positive Ratingmigrationen gesehen. Unter anderem wurden mehrere bisher auf BBB- heruntergestufte Tranchen wieder auf BBB hochgestuft. Eine Entwicklung, die wir bereits in vorigen Zyklen beobachten konnten.

Auch im Dezember hat sich die positive Performance in den uns anvertrauten Mandaten fortgesetzt.

Zurückblickend auf das CLO Jahr 2020

Auch für den CLO-Markt war es ein ereignisreiches und kein einfaches Jahr, so dass wir aktiv, aber besonnen unsere Fonds durch die Herausforderungen gemanagt haben.

Das Handelsvolumen in CLOs erreichte in den USA einen neuen Rekord.

In Europa gab es 2x mehr BWICs (Auktions-Handelsverfahren) als in 2019, in den USA waren es 40% mehr.

Im Januar dieses Jahres hat sich der positive Trend bisher fortgesetzt, getrieben durch weiterhin hohe Nachfrage. Die positive Marktmeinung spiegelt sich auch bei den BWICS wieder. Dort lagen die tatsächlich erzielten Preise teilweise wieder über PAR.

CLO-Rendite

Im Dezember blieben die Renditelevels von CLOs stabil mit weiterhin leichter Einengung im BBB und BB-B Bereich.

Die Spreads haben im Dezember wieder das Niveau vom Jahresanfang 2020 erreicht.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

EUR CLO Rendite
US CLO Rendite

Trading-Aktivitäten Dezember

Trotz Jahresende waren die Marktteilnehmer sehr aktiv. Insbesondere AAA und BB wurden aktiv über BWICs angeboten.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen im Dezember

Die Neuemissionaktivität hat sich wie erwartet verlangsamt. Es gab in Europa 5 CLO-Neuemissionen mit ca. 1,7 Mrd. Euro. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit Ytd 22 Mrd. Euro in 68 Transaktionen.

In den USA gab es im Dezember 37 CLO Neuemissionen. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO-Markt betrug im Jahr 2020 ca. $88,6 Mrd. USD in 211 Transaktionen, davon 28 Mid-Market CLOs.

Dabei blieben die Neuemissionen in 2020 auf niedrigerem Level im Vergleich mit 2017, 2018 und 2019.

CLO Besicherungspools (besicherte Unternehmenskredite)

Die Kreditmärkte sind im Dezember positiv gelaufen.

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht positive Performance für Dezember +0,24% und für das Jahr 2020 ca. -0,74% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung in 2020 -0,55%, die Dezember-Performance betrug 1,14% (S&P LSTA).

Die tatsächliche Ausfallrate war 2020 damit deutlich niedriger als von den Marktteilnehmern noch Mitte des Jahres erwartet.

In den USA liegt die 12-monatige rollierende Default-Rate bei 4,7%. In Europa liegt die Zahl deutlich niedriger bei 1,1%. (Stand November)

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.

In 2020 wurde geklotzt und nicht gekleckert – zumindest was die Staatskasse betrifft

Wie erwartet hat sich im Wahlkampf keine Partei als „Spielverderber“ die Chancen nehmen wollen. Dies hat zu beispiellosen Hilfspaketen geführt, welche die COVID bedingten Mindereinnahmen von Haushalten bei weitem überkompensiert haben. Als gäbe es kein Morgen mehr. Ich habe auch an keiner Stelle auch nur die Frage gehört wie das denn alles mal finanziert werden soll… geschweige denn eine Diskussion. Ganz im Sinne des amerikanischen „wird schon irgendwie“ Optimismus. Unten ein paar Zahlen veröffentlicht von offizieller Stelle – Haushaltseinkommen sind hochgegangen, Ausgaben nach unten. FAZIT: Die Konsumentenkassen sind gut gefüllt. Sobald das Licht am Ende des Tunnels greifbarer wird, kann man sich auf einen Konsumrausch einstellen – zumindest in den USA.


Stand 30.11.2020

Der Monat November wurde durch mehrere Ereignisse geprägt: Präsidentenwahlen in den USA sowie der Aussicht auf gleich mehrere Impfstoffe gegen COVID19.

Die sehr gute Stimmung an den Märkten hat auch den CLO-Markt mit eingeschlossen. Das hohe Tradingvolumen spiegelt das starke Interesse an CLOs wider, was die CLO-Kurse zu neuen Höchstständen seit COVID verhalf.

Die Aktivität der Ratingagenturen blieben über das ganze CLO-Universum gesehen weiterhin moderat. Die Performance der Infinigon-Publikumsfonds waren im Einklang mit den Märkten positiv.

CLO Rendite

Die am Anfang November durch Illiquidität gegebenen, leichten Ausweitungen im BBB-BB CLO-Ratingkategorien wurden im Laufe des Monats wieder eliminiert.
Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

EUR CLO Rendite
USA CLO Rendite

Trading Aktivitäten

Mit dem Wahlausgang in den USA sowie der Nachrichten über Impfstoffe stieg das Handelsvolumen auch in CLOs.
In der zweiten Novemberhälfte haben sich die Kreditmärkte den Aktienmärkten angeschlossen und bei hohem Handelsvolumen gut performt.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Auch die Neuemissionstätigkeit hat im Laufe des November stark zugelegt.
Im November gab es in Europa 5 CLO-Neuemissionen mit ca. 1,7 Mrd. Euro. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 19,2 Mrd. Euro in 58 Transaktionen.
In den USA gab es im November 19 CLO Neuemissionen. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $78 Mrd. USD in 187 Transaktionen, davon 25 Mid-Market CLOs.

Kreditpools

Die Kreditmärkte waren eine der ersten, die gemeinsam mit Aktienmärkten direkt nach den Nachrichten über den Impfstoff rasch gelaufen sind.
Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht positive Performance für Oktober (MTD) +2,54% und für das Jahr 2020 ca. -0,98% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung im November +2,13% (S&P LSTA).

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der in USA (New York) seinen Sitz hat.
Was für ein November.

Joe Beiden wird endlich als nächster Präsident bestätigt, nachdem das Ansehen der amerikanischen Demokratie vom Amtsinhaber und seinen „sehr stillen“ Parteifreunden stark strapaziert wurde.

Mit den Impfstoffen ist das Licht am Ende des Tunnels in greifbare Nähe gerückt. Die Menschen wie auch die Märkte sehen bereits die „Post Corona“ Zeit. Da zu viele Amerikaner sich durch den zukünftigen Impfstoff bereits jetzt über dem Berg fühlen, wird es bei den Fallzahlen nochmal stark nach oben gehen. 50 Millionen Amerikaner sind aktuell auf Essen/Essensmarken angewiesen. 20 Millionen mehr als vor COVID. Die hohe Arbeitslosigkeit wird durch eine Mischung aus Einkommens- und Bildungsdefiziten sowie Technologisierung immer mehr strukturell.

In der Finanzkrise war es die USA, die durch schnelles und konsequentes Handeln die Krise in kürzester Zeit überwunden hatte. Die Europäer hatten noch Jahre danach und teilweise bis heute damit zu kämpfen, wie z.B. die Finanzindustrie mit Negativzinsen und europäischem Regulierungsdrang.

Welche Wirtschaften/Wirtschaftsräume gehen gestärkt und welche geschwächt aus der Krise hervor? Welche werden um Jahre zurückgeworfen?

Die Märkte sind in Feierlaune: COVID ist Geschichte, das Leben und das Ausgeben kommen zurück. Die FED wird die Zinsen auf absehbare Zeit niedrig halten. Die Zentralbanken sowie die Politik in allen entwickelten Ländern haben kein Interesse und auch keinen Spielraum, um Spielverderber zu sein.

Investmententscheidungen werden beeinflusst von Fragen wie:
• Welche Gewohnheiten werden bleiben, welche sich ändern?
• Welche Unternehmen, Organisationen, Städte und Kommunen passen sich an, welche werden die Gewinner, welche die Verlierer sein?
• Welche Geschäftsmodelle werden geschäftlich und politisch überleben? Wird der Glaube, dass der Markt es regelt sich durchsetzen, oder kommt es zum „Anti Trust“ Eingriff durch die Politik?

In diesem Sinne wünscht Ihnen das Infinigon-Team ein gesundes, gutes und hoffentlich ruhiges Jahresende und einen guten und optimistischen Start ins neue Jahr.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.


Stand 30.10.2020

Von Anfang Oktober an liefen die CLO Märkte positiv mit sehr vielen Marktaktivitäten, sowohl im Primär- als auch im Sekundärmarkt.

Richtung Monatsende, mit steigenden Sorgen über die zweite Welle, sowie den anstehenden Wahlen in den USA, trat eine leichte Volatilität bedingt durch nachgebende Aktienmärkte auf. Es wurde auch eine Verlagerung der Aktivitäten vom Sekundär- in den Primärmarkt beobachtet.

Im Oktober haben viele CLOs ihre Zahlungstermine. Es wurden durch viele Investoren u.a. CLO-Equity Ausschüttungen beobachtet. Die Ausschüttungen waren zwar im Durchschnitt niedriger als historisch, jedoch im Vergleich zum letzten Zahlungstermin deutlich besser.

Die Aktivität der Ratingagenturen hat sich weiterhin reduziert. Vereinzelte Downgrades in Europa und den USA wurden auch durch Upgrades von einigen CLO IG Tranchen ergänzt. Durch eine der Ratingagenturen wurde eine Anpassung der Ratingmethodologie vorgeschlagen. Sollte diese durch die Zustimmung der Investoren implementiert werden, erhalten die Kreditspezialisten mehr Flexibilität in der Zusammenstellung der Kreditpools.

In den Portfolien des Infinigon Publikumsfonds gab es im September keine Ratingveränderungen.

CLO Rendite

Im Oktober beobachteten wir im Laufe des Monats stabile CLO-Renditen. Am Ende der dritten Woche, zusammen mit Bewegungen an den restlichen Kapitalmärkten, sowie angestiegener Anzahl von angebotenen Neuemissionen, sah man eine leichte Ausweitung, besonderes in den Ratingkategorien A und niedriger.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

CLO Rendite Europa
CLO Rendite USA

Trading Aktivitäten

Der Beginn des Oktobers wurde durch eine der größten Marktauktionen des Jahres gekennzeichnet. Dank einer sehr starken Nachfrage wurden viele Positionen aktiv gehandelt, ohne technische Auswirkungen auf die CLO Preise. In den folgenden Wochen sah man eine reduzierte Anzahl an Auktionen mit einem steigenden Anteil an DNT (Positionen, die nicht gehandelt wurden).

Schrittweise verlagerte sich die Nachfrage in die Richtung Neuemission, wo die Investoren die sauberen Kreditpools zu attraktiven Levels präferieren. Die Nachfrage verlagerte sich schrittweise in Richtung der Neuemissionen, bei denen die Investoren die sauberen Kreditpools zu attraktiven Levels präferieren.


CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Oktober kann als Monat der Neuemissionen gekennzeichnet werden. Aus mehreren Quellen kam die Angabe, dass die Marktteilnehmer im Primärmarkt viel aktiver waren als im Sekundärmarkt.

Das hohe Angebot an Neuemissionen wurde grundsätzlich auch durch eine hohe Nachfrage unterstützt, für einzelne Tranchen jedoch war die Nachfrage niedriger. Dies führte zu einer leichten Ausweitung der Ratingkategorien A bis B. Die Differenzierung nach Manager und Qualität besteht weiterhin.

Im Oktober gab es in Europa 9 CLO-Neuemissionen mit ca. 2,8 Mrd. Euro. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 17,5 Mrd. Euro in 53 Transaktionen.

In den USA gab es im September 51 CLO Neuemissionen. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $70,5 Mrd. USD in 169 Transaktionen, davon 19 Mid-Market CLOs.

Kreditpools

Die Kreditmärkte sind in der ersten Hälfte des Monats positiv gelaufen. Der Euro Kreditindex erreichte Mitte Oktober einen neuen Höhepunkt seit Anfang der Pandemie. Ab Mitte des Monats Oktober – ähnlich wie im September – trat eine leichte Volatilität auf.

Der Euro Kreditindex zeigt eine leicht positive Performance für Oktober (MTD) +0,12% und für das Jahr 2020 ca. -3,44% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus aktueller Sicht YTD -3,67%, Oktober (MTD) zum ersten Mal seit April leicht negativ -0,05% (S&P LSTA).

Die CLO Kreditportfolien bleiben grundsätzlich viel qualitativer im Vergleich zumgesamten Loan Markt. Grund dafür ist eine sehr gute Selektion der Kredite durch Kreditspezialisten. Bei den auf dem Markt gehandelten Loans liegt die Distressed Quote (Loans mit Marktpreis unter 80) bei 4,8% in Europa und 8% in den USA, wobei in den CLO Portfolien die Zahlen 4,5% in Europa und 5,8% in den USA betragen.
In den USA liegt die 12-Monatige rollierende Default Rate bei 4,2%. In Europa liegt die Zahl deutlich niedriger bei 1,1%.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der due Firma in USA (New York) vertritt.

Die Spannung steigt und nach vielen Gesprächen mit Geschäftspartnern, Freunden und zufälligen Begegnungen (sowohl in der City wie auch auf dem Land), wird folgendes erwartet:

1 Nach der Wahl ist der Weg frei für umfassende Konjunkturpakete,

2 Egal wer der nächste Präsident wird und egal wer den Senat gewinnt, alle politischen Akteure wissen dass ohne Wirtschaftswachstum das Modell USA nicht mehr funktioniert. Weder politisch noch gesellschaftlich…

3 Anti Trust und eine Zerschlagung von Technologiekonzernen, die Millionen von Existenzen vernichtet, wie Amazon, kommt auf die Tagesordnung. Wie erfolgreich das sein wird muss man sehen.

4 Einen vollständigen Lockdown wie im Frühjahr wird es in den USA nicht mehr geben. Die Amerikaner sind Risk Taker (deshalb fahren sie ja auch ohne Helm Motorrad und in manchen Staaten ohne Sicherheitsgurt Auto- meine Meinung dazu können Sie sich vorstellen).

Außerdem sehen Sie die Regierung eher skeptisch wenn es um die Einschränkung ihrer Freiheitsrechte geht. Auch wenn, so wie bei CORONA und den Folgen, die Freiheitsrechte der anderen ebenso eingeschränkt werden…. da gilt für viele der Satz einer meiner Professoren NICHT – “ die Freiheitsrechte des Einzelnen hören da auf, wo die Freiheit des Anderen eingeschränkt wird“

Grüße aus einen mit Spannung geladenen New York


Stand 30.09.2020

Der September war, sowohl auf Sekundär- als auch auf Primärmarktebene, durch eine sehr aktive Handelstätigkeit gekennzeichnet. Eine große Anzahl an Auktionsangeboten traf auf eine weiterhin starke Nachfrage, insbesondere im IG Bereich.

Die Ratingagenturen führten weiterhin mehr Aktionen in den USA als in Europa durch. Die Mehrheit der Aktivitäten betraf BB und B Bereich, meist Ratingveränderungen um 1 Notch. Die IG Tranchen sind weiterhin fast gar nicht betroffen.

CLO Rating Downgrades in Europa bleiben minimal – bisher haben die Ratingagenturen weniger als 3% aller Ratings der CLO Tranchen in Europa angepasst.

In den Portfolien des Infinigon Publikumsfonds gab es im September keine Ratingveränderungen. Die Performance der Fonds im September war im Einklang mit CLO Märkten positiv.

CLO Rendite

Eine sehr starke Nachfrage nach CLO IG Tranchen Anfang September hat die CLO-Preise  positiv beeinflusst. Ab Mitte des Monats schien der Markt wieder durch das Angebot gesättigt zu sein, was zu einer sehr leichten Volatilität führte. Inzwischen wird eine Stabilisierung beobachtet.

Die Nachfrage nach IG Tranchen bleibt weiterhin stark und die Nachfrage nach Non-IG Tranchen ist weiterhin abhängig von der jeweiligen Qualität der Position.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

EUR CLO Rendite aktuell
USD CLO Rendite aktuell

Trading Aktivitäten

Der September war sehr aktiv im Hinblick auf den Handel. Wir haben eine sehr hohe Anzahl an Auktionen beobachtet, wobei Angebot und Nachfrage durch Broker moderat waren. 

Besonders aktiv waren die Investoren im Bereich AAA, BBB und BB in den USA und Europa.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Im September ging es mit CLO Neuemissionen richtig los. Die CLO Rendite Levels haben sich eingeengt, wobei die Renditelevels auf Seiten der Loans noch ausreichend hoch blieben. Diese Marktsituation ist sehr attraktiv um Neuemissionen zu bringen.  Es werden zudem mehr Neuemission im Oktober-November erwartet.

Im September gab es in Europa 4 CLO-Neuemissionen mit ca. 1,5 Mrd. Euro. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 14,7 Mrd. Euro in 44 Transaktionen.

In den USA gab es im September 25 CLO Neuemissionen. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $57 Mrd. USD in 135 Transaktionen, davon 14 Mid-Market CLOs.

Kreditpools.

Die Kreditmärkte sind in der ersten Hälfte des Septembers leicht positiv gelaufen. Ab Mitte des Monats trat ähnlich wie auf den CLO Märkten eine leichte Volatilität auf. Der Euro Kreditindex zeigt eine positive Performance für September (MTD) +0,63% und für das Jahr 2020 von ca. -3,56% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus aktueller Sicht YTD -3,6%, August (MTD) +0,36% (S&P LSTA).

Im Einklang mit der positiven Entwicklung der Loan Indizes, haben sich auch die Kreditportfolien von CLOs verbessert. Der Anteil an distressten Krediten in den USA und Europa hat sich reduziert und beträgt aktuell durchschnittlich in Europa 3,52% und in den USA 5,56% (im April war entsprechend 14,6% und 19,83%).

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der due Firma in USA (New York) vertritt.
Corona ist anders als bisherige Krisen, da diese einen Strukturwandel mit massiven Auswirkungen auf Leben und Gesellschaft so sehr beschleunigt, dass ein “zurück zu vorher” in einigen Bereichen aber auch in einigen Lebensbereichen nicht mehr möglich sein wird.

Am Wochenende war ich im New Yorker Viertel Tribeca unterwegs. Die Bilder zeigen das gestern, heute und morgen eindrucksvoll. Während die ”mom and pop shops” zu zehntausenden schließen, so wie der Hardware Store links, baut keine 500m entfernt Google das neue Head Quarter.

Abends sind ”Geisterhäuser” zu sehen mit immer mehr leerstehenden Apartments – tausende Familien ziehen aus den Ballungsräumen in die Vororte, oder wer kann auch zur Lifestyle Optimierung nach Florida, Montana oder auch Colorado.

Damit dürfte es auch keine kurzfristige vollständige Recovery kleiner Geschäfte, Restaurants geben. Was die Veranstaltungs-, Reise- und Transportbranche betrifft darf ein Fragezeichen gemacht werden. Vieles ist im Umbruch, bis auf eine Konstante – der Wandel.

Für Investmententscheidungen heißt das, noch genauer zu analysieren um zu selektieren, sowie sich von der Vorstellung, dass alles wieder wird wie vorher, zu verabschieden.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 


Stand 31.08.2020

In den ersten August Tagen sah es nach einer beginnenden Sommerpause aus, aber weit gefehlt, schon in der zweiten August Woche kam in Europa und USA wieder verstärkt Nachfrage auf. Die Preise zogen an und die Renditeniveaus im Investment Grade gingen auf die tiefsten Levels seit März 2020 zurück.

In Europa gab es im August nur weniger Ratingaktivitäten. In den USA bezogen sich die Aktivitäten der Ratingagenturen auf ein Review von 300 Tranchen. 75 Prozent der Ratings wurden bestätigt.

In den Portfolien von Infinigon Publikumsfonds gab es im August keine Ratingveränderungen. Die Performance der Fonds im Monat August war im Einklang mit CLO Märkten positiv.

Infinigon hat zum 1. August 2020 einen neuen Publikumsfonds gegründet – den IGLA2.

Der neue IGLA Fonds investiert in CLO High Grade Wertpapiere und unterliegt einer ähnlichen Investmentstrategie wie der IGLA Liechtenstein. Neu ist die ESG Konformität des Fonds. Damit wird ESG konformen Investoren die Möglichkeit gegeben, in CLOs zu investieren. Mehr Infos >>

CLO Rendite

Im August sind die Renditen weiter gefallen und haben einen neuen Tiefpunkt, bezogen auf den März, erreicht. Im Bereich AA/A gab es eine Einengung von 15-35 BPS, bei BBB von 15-35 bps und bei BBB um 30-35bps.

Bei Non Investment Grade setzte sich der Trend aus dem Juli fort. Aufgrund starker Differenzierung nach Qualität wurden die hochwertigeren Positionen teuer und die weniger qualitativen weiterhin mit Preisdiscount gehandelt.
Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt:

Euro CLO Spreads August 2020
US CLO Spreads August 2020

Trading Aktivitäten

Mit sehr hohen Handelsaktivitäten quer durch die ganze CLO-Struktur – waren die Marktteilnehmer besonderes aktiv in den AAA- und BB- Bereichen. Die Handelsvolumen YTD haben z.B. in den USA die aus gesamten Jahr 2019 überschritten.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Im August gab es in Europa 2 CLO-Neuemissionen mit ca. 550 Mio. Euro. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 13 Mrd. Euro in 40 Transaktionen.

In den USA gab es im August 23 CLO Neuemissionen. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $46 Mrd. USD in 110 Transaktionen, davon 11 Mid-Market CLOs.

Kreditpools

Die Kreditmärkte sind im August auch positiv gelaufen. Der Euro Kreditindex zeigt eine Performance für das Jahr 2020 von ca. -4,15% und im August (MTD) +0,8% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus aktueller Sicht YTD -4%, August (MTD) +1,3% (S&P LSTA).

Es gab weitere einzelne Kreditausfälle in den USA, in Europa keine neuen Defaults im August bisher bekannt.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der due Firma in USA (New York) vertritt.
„Inside America“ – Der Wahlkampf verschärft sich und die Fronten werden noch härter. Nicht nur in der Politik. Ich bin mit meiner Familie seit 2007 in den USA und habe vorher die USA gerne bereist. Egal wo man in den USA war, mit wem man gesprochen hat, ob Cowboy oder Investment Banker, es gab immer einen gemeinsamen Nenner – I am an American, proud of my country and this is my president.

Dass sich das seit D. Trumps Präsidentschaft (und bereits schon im vorigen Wahlkampf) fundamental geändert hat, lässt sich auch im Alltag erfahren. Der Straßenverkehr ist ja vielfach ein Spiegel der Gesellschaft und war in den USA immer geprägt von Rücksicht, Miteinander und Respekt. Diejenigen von Ihnen die bereits in den USA waren kennen die Situation am „4-way Stop Schild“ bei dem sich die Amerikaner bisher eher bemühten das der andere fährt, als jemandem die Vorfahrt zu nehmen. Was sich geändert hat, ist das mittlerweile Alltagsverhalten politisiert ist. New York Kennzeichen = gegen Trump, Maske tragen = gegen Trump, Pick Up fahren = für Trump, Patriotismus zeigen = für Trump. Vermeintlich dem einen oder anderen Lager zugeordnet zu werden reicht schon aus um Aggressionen auszulösen. Angehupt, geschnitten und beschimpft zu werden ist mittlerweile eine Alltagsbeobachtung. Aus dem Miteinander sind Fronten entstanden die bisher geltende gesellschaftliche Regeln außer Kraft setzen. Das die Nachrichtensender ebenfalls jede Neutralität verloren haben (sofern sie diese jemals gehabt haben), CNN = gegen Trump, Fox News = für Trump, hilft auch nicht gerade. Die Risse gehen durch alle Lebensbereiche, sind hochgradig destruktiv und wahrscheinlich nur bedingt umkehrbar. Aber wenn ich eines in New York gelernt habe ist es das Glas halbvoll zu sehen. In diesem Sinne Ihr Juergen Nott.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America

Die enthaltenen Aussagen zur Marktlage stellen unsere eigene Ansicht der geschilderten Umstände dar. Hiermit ist weder eine Allgemeingültigkeit noch eine Anlageberatung oder -empfehlung verbunden.


Stand 31.07.2020

Im Monat Juli war noch kein wirkliches Sommerloch erkennbar. Der Markt zeigte sich weiterhin aktiv und Primärmarkttransaktionen wurden gut platziert.

Weitere Differenzierungen zwischen einzelnen Managern und Transaktionen sind klar erkennbar und die Aktienmanager werden zur Zeit belohnt.

Die Ausschüttungen der Equity Tranchen haben sich leicht reduziert. Die Anzahl weiterer CLO-Tranchen-Downgrades in Europa und USA hat sich, im Vergleich zum Vormonat, deutlich reduziert.

Bei Infinigon gab es im Publikumsfonds lediglich ein CLO-Downgrade von BBB zu BBB-, aber auch einen Upgrade von AA zu AA+. Neuemissionen konnten wir zur weiteren Verbesserung von Qualität und Rendite nutzen.

Wir beobachten weiter intensiv das Verhalten, die Performance und die Bestände der CLO Manager. Die Performance der Fonds ist im Monat Juli durchweg positiv.


CLO Rendite

Im abgelaufenen Monat sind die Renditen und damit die Risikoprämien weiter gefallen. Im Bereich AA/A um 10-20 BP, bei BBB um 20-40 BP.

Der Bereich Non Investment Grade zeigt sich dagegen eher gemischt. Grund hierfür ist vor allem die Differenzierung der Manager nach Qualität durch die Investoren.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt :

Europa CLo Rendite
CLO Rendite USA

Trading Aktivitäten

Die meisten Handelsaktivitäten im Juli fanden im AAA-AA Bereich statt. Die BBB und BB Ratingkategorien wurden insbesondere im Sekundärmarkt stark gehandelt.


CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Im Juli gab es in Europa 7 CLO-Neuemissionen über 1,9 Mrd. Euro. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 12,3 Mrd. Euro in 38 Transaktionen.

In den USA gab es im Juli 19 CLO Neuemissionen. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $41 Mrd. USD in 97 Transaktionen, davon 9 Mid-Market CLOs.

Einige US Positionen kündigten Teil-Refinanzierungen an, bei denen einige Tranchen mit Fixed Rate Kupons refinanziert werden und so ein Mehrwert für Equity Tranchen geschaffen werden soll.


Kreditpools

Der Euro Kreditindex zeigt eine Performance für das Jahr 2020 von ca. -4,9% und im Juli +0,22% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus aktueller Sicht YTD -5,26%, Juli +1,95% (S&P LSTA).

Die Downgrade-Aktivitäten verlangsamten sich, dafür erhöhte sich die Upgrade-Aktivität leicht. Es gab weitere Defaults – besonders in den Industrien Retail, Tourismus und Energy. Aktuell befinden sich die Ratingagenturen in einem Beobachtungsmodus und nehmen teilweise Namen von ihren Watchlists runter.


Die rollierende 12-monatige Ausfallrate in den USA stieg auf 4,1%, in Europa liegt diese aktuell mit 0,6% deutlich niedriger.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der due Firma in USA (New York) vertritt.
Was ich von Freunden und Bekannten in New York höre ist, dass viele Familien aufs Land ziehen. Homeoffice scheint sich nicht nur als Alternative etabliert zu haben, sondern als Basis für alternative Lebensentwürfe. Mieten konnten von denen, die in NYC bleiben, um bis zu 50% ! reduziert werden. Restaurants und Geschäfte sind weiterhin größtenteils geschlossen. Aktuell scheint, dass neben dem Staat und seinen Hilfspaketen (also die Steuerzahler) und insbesondere Real Estate die Zeche zahlen.

Ich kam gerade aus Montana zurück. Einem Bundesstaat größer als Deutschland und gefühlt mehr Bergen als Einwohnern – selbst da kaufen Städter Häuser – mehrere Einwohner haben mir berichtet das der Häusermarkt dort seit Monaten außer Kontrolle ist. Allerdings haben die Einheimischen Zweifel das 8 Monate Winter den einen oder anderen dann doch nochmal seine Entscheidung überdenken lässt.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America


Stand 03.07.2020

Der Monat Juni war weiterhin sehr aktiv mit vielen BWICs im Sekundärmarkt und einigen Neuemissionen.

Die globale Volatilität Mitte des Monats hat auch die CLO Märkte leicht betroffen. Jedoch konnten sich die Märkte sehr schnell stabilisieren und weiterhin aktiv bleiben.  Richtung Monatsende gab es einige „Müdigkeitserscheinigung“ der Märkte, so dass wieder eine leichtere Ausweitung zu beobachten war.

Es gab weitere CLO-Tranchen in Europa und USA, die gedowngradet oder auf Credit-Watch gesetzt wurden. Die Downgrades in Europa waren großenteils nur innerhalb derselben Ratingkategorie (z.B. BBB auf BBB-). Trotz dieser Downgrades gab es keinen Verkaufsdruck für IG-Investoren, was auch die Stabilität der CLO-Märkte gewährleistet hat.

Nach sehr aktivem Handeln blieben die Infinigon Fonds sehr gut und sicher positioniert. Wir haben ständig die Märkte beobachtet, sowie für einzelne Mandate einige Neuemissionen günstig erworben. Die Portfolien des Infinigon Publikumfonds und IGLA – die aktiv verwaltet werden – sind nicht von CLO-Downgrades betroffen.

CLO Rendite

Aktienmarktbewegungen, sowie eine leichte Sättigung des CLO-Markts durch vermehrte Handelsaktivitäten führte zu einer leichten Ausweitung der CLO-Rendite zum Monatsende. Die Ausweitung im IG Bereich ergab sich durch eine verlangsamte  Nachfrage – die IG Tranchen sind bis zu einem gewissen Level gelaufen und bieten weiterhin eine sehr attraktive Rendite, jedoch weniger Preisopportunitäten. Dazu emittierten relativ viele Neuemissionen, die das Angebot gegenüber der Nachfrage etwas erhöht haben.  

Im SUB IG Bereich sahen Investoren mehr Preisgewinnpotenzial – besonderes von hochwertigen Positionen – und haben aktiv auf BWICs geboten. Diese positive Marktstimmung wurde durch die reduzierte Nachfrage an weniger qualitativen Positionen und einige Downgrades ausgeglichen und führte zu einigen Ausweitungen auch im SUB-IG Bereich.

In den AA und A Bereichen gab es seit Anfang Juni eine leichte Ausweitung von 10-15 bps, im BBB Bereich von 30-90 bps und im BB/B Bereich abhängig vom Risikoprofil sogar eine Ausweitung von bis zu 40-120 bps. Sehr große Ausweitungsspanne von BBB Bereich ergibt sich aufgrund der stärkeren Differenzierung zwischen BBB und BBB-.

Die aktuellen Renditen je nach Ratingkategorie sind wie folgt:

EUR CLO Rendite
US CLO Rendite

Trading Aktivitäten

Die CLO-Märkte im Juni waren sehr aktiv. Besonderes aktiv waren Investoren im SUB IG und BBB Bereich, wo noch einige Preisopportunitäten bestehen. Laut Angaben wurden insgesamt ca. 2Mrd. EUR und über 6 Mrd. USD innerhalb der Auktionen im Juni gehandelt, davon ca.  30% (USA) und ca.50% (EUR) waren Wertpapiere der Ratingkategorie BBB bis B.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Im Juni haben in Europa bereits 9 CLO-Neuemissionen mit insgesamt 2,4 Mrd. Euro Volumen gepreist. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 12,3 Mrd. Euro in 29 Transaktionen.

In den USA gab es 20 CLO Neuemissionen im Juni. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $33 Mrd. USD in 79 Transaktionen mit 8 davon Mid-Market CLOs.

Weitere Transaktionen befinden sich in der Vermarktungsphase. Analog zur Sekundärmarktaktivität, hat sich auch die Nachfrage nach Neuemissionen etwas reduziert.

Kreditpools.

Die Kreditmärkte waren im Juni auch von Volatilitäten betroffen. Seit Anfang des Monats haben sich die Märkte positiv bewegt, jedoch mit Aktienmarktvolatilität und weiteren Unsicherheiten bewegten sich die Kreditpreise wieder nach unten. Ein Verfall in der 2. Juliwoche betrug über 1%. 

Trotz der Verfälle blieben die Kreditmärkte im Juni generell leicht positiv. Der Euro Kreditindex zeigt eine Performance für das Jahr 2020 von ca. -5% und im Juni +1,67% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus aktueller Sicht YTD -7%, Juni +0,95% (S&P LSTA).

Per Ende Q2 werden von vielen Unternehmen die Bilanzzahlen veröffentlicht. Aufgrund möglicherweise schwachen Bilanzzahlen werden von Marktteilnehmer weiterhin Kredit-Downgrades erwartet.

Im Juni gab es auch positive Aktionen von Ratingagenturen – einige Unternehmen aus den Branchen wie Tourismus werden von der Liste „negative Watch“ runtergenommen.  Zusätzlich trotz leichtem CCC-Anstieg konnte man auch leichte Verbesserungen hinsichtlich der Qualität der CLO-Kreditpools beobachten – besonderes von sehr aktiven CLO-Kreditspezialisten, die den Wert aktiv aufgebaut haben.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 


Stand 19.06.2020

Die CLO- und Loanmärkte blieben von der Volatilität in Aktienmärkten nicht unberührt. Steigende Verkaufsaktivitäten sowie aufgrund eines Feiertags in Deutschland leicht reduzierte Liquidität trugen dazu bei, dass CLO-Renditen sich leicht ausgeweitet haben.

Neben der globalen Volatilität und Ängsten vor der zweiten COVID-Welle sind CLO Investoren auch von den Aktivitäten der Ratingagenturen besorgt. Es gab einzelne Tranchen in Europa und USA, die den Downgrade um einen Notch erlitten haben, weitere Tranchen wurden auf Credit-Watch gesetzt.

In der laufenden Woche wurden weiterhin sehr starke Handels- und Auktionsaktivitäten beobachtet, die Levels haben sich inzwischen wieder stabilisiert. Die Renditelevels wurden durch die ausreichende Nachfrage unterstützt.

In den ersten zwei Wochen Juni konnte Infinigon weitere günstige Reinvestitionen durchführen und in einzelnen Mandaten die  Marktopportunitäten nutzen, um Derisking-Maßnahmen Cash-neutral zu ergreifen.

CLO Rendite

Der Monat Juni begann mit der Fortsetzung der Rallye auf CLO Märkten. Jedoch hatten die globale Volatilität und  Verkaufsaktivitäten in der letzten Woche auch CLO-Renditen beeinflusst – besonderes im BBB und SUB IG Bereich.

In den AA und A Bereichen gab es eine leichte Ausweitung von 5-10 bps, im BBB Bereich von 30-40 bps und im BB/B Bereich abhängig vom Risikoprofil sogar eine Ausweitung von bis zu 40-120 bps.

Im Equity Bereich blieben die Preise unverändert – der Markt wartet auf die im Juli erwarteten Zahlungstermine.

In der laufenden Woche blieben die Spreads weitgehend unverändert. Die Ausweitungen der letzten Woche sind nun mit Verspätung in den Performancezahlen sichtbar.

Die aktuellen Renditen je nach Ratingkategorie sind wie folgt:

CLO Rendite Europa
CLO Rendite USA

Trading Aktivitäten

Vergangene Woche wurde von mehreren Marktteilnehmern als eine der handelsaktivsten Wochen letzter Monate bezeichnet. Besonderes aktiv waren die Investoren im SUB IG Bereich.  Gründe dafür waren die Marktvolatilität und erwartete Aktivität der Ratingagenturen. Gleichzeitig realisierten einige der Investoren, die in den Zeiten der starken COVID-Volatilität nachgekauft haben, die Gewinne.

Die verstärkten Verkaufsaktivitäten haben bisher genug unterstützende Nachfrage getroffen.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Im Juni haben in Europa bereits 43 CLO-Neuemissionen mit insgesamt 1,1 Mrd. Euro Volumen gepreist. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 11 Mrd. Euro in 24 Transaktionen.

In den USA gab es bereits 10 CLO Neuemissionen im Juni. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $26,5 Mrd. USD in 68 Transaktionen.

Weitere Transaktionen befinden sich in der Vermarktungsphase: 3 EUR-Transaktionen und 5 USD-Transaktionen. Bemerkenswert ist sehr hohe Nachfrage nach Neuemissionen, die aktuell eine verkürzte Laufzeit aufweisen. Teilweise sind die Tranchen 5-7 Fach überzeichnet.

Kreditpools.

Die globale Volatilität der letzten Woche hat auch Loan-Indizes beeinflusst. Nach einem leichten Verfall um ca. 1% stiegen die Loanpreise jedoch wieder. Die Performance von Kreditindizes MTD in beiden USA und Europa ist weiterhin positiv und liegt bei ca. +2%.

Die Downgrade-Aktivitäten der Ratingagenturen haben sich in den letzten Wochen zwar verlangsamt, es finden aber vereinzeln weitere Downgrades statt.

Aktuell gibt es nur wenige Transaktionen, die die Übersicherungstests gebrochen haben – bei diesen CLOs werden zeitweise keine Ausschüttungen an Equity Tranchen durchgeführt, dafür erfolgt die vorzeitige Tilgung der oberen Tranchen. Zusätzlich gab es viele Kreditemittenten, die Ihre Zahlungstermine von quartalsweise auf halbjährlich umgestellt haben, das führt ebenfalls zur temporärer Verkürzung der Equity-Ausschüttungen. Dennoch bleiben CLO-Equity Preise weiterhin stabil, die Equity Investoren rechnen mit langfristig positiven Szenarien.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 


Stand 05.06.2020

Die IG-CLO Preise sind wieder fast auf vor-COVID Niveau

Die positive Entwicklung setzte sich im Mai fort. Angefangen bei den Kreditpreisen, einer weiteren Erholung an den Aktienmärkten und zusätzlich eine sehr hohe Handelsaktivität quer durch alle Ratingkategorien stehen aktuell die CLO-IG Preise fast auf einem Niveau 2.Halbjahr 2019. Die Gründe für das positive Marktsentiment waren unter anderem:

  • ökonomische Verbesserungen und Lockerungen,
  • die Stützungskäufe der Zentralbanken EZB und FED im  Bereich Anleihen
  • Verlangsamte Defaults und Downgrade Aktivitäten,
  • Klarheit mit zukünftigen Cash Flows und Sicherheitsmechanismen der CLOs

Die Rückkehr der Primärmarktaktivitäten ist auch ein Zeichen des positiven Marktsentiments bei gleichzeitig starker Nachfrage und generell positiver Entwicklung.

Infinigon war in den letzten Wochen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Mandatsziele selektiv sehr aktiv. In den Mandaten mit hoher Flexibilität haben wir Gelegenheiten genutzt, um mittel- bis langfristig Mehrwert zu erzielen. Die Kostenbasis wurde durch Nutzung von öffentlichen Auktion (BWICS) sehr gering gehalten. Der BID – Offer Spread kam dadurch nicht zum Tragen.  Wir beobachten weiterhin den Markt sowie die Qualität unseren Portfolien und monitoren ständig die Gelegenheiten den Mehrwert aufzubauen.


CLO Rendite.

Der Monat Mai kennzeichnet sich durch eine sehr starke Rallyekann der CLO Rendite. Die Preisrallye begann mit Top-Tier Managern (Kreditspezialisten die vom Markt sehr anerkannt werden). Ende des Monats zogen Transaktionen von weniger etablierten Spezialisten nach.

Die Levels im AAA bis A Bereich haben sich weiterhin verbessert, mit der Ratingklasse A als Top-Performer. Im BBB Bereich wurde ein neuer Tiefpunkt der Rendite erreicht –  einige kürzere Positionen wurden bereits mit 4,5% Rendite (sehr nah an Ende 2019 Niveau) gehandelt. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage ist die Kursrallye im NIG Bereich aktuell am stärksten zu beobachten.

Die aktuellen Rendite je nach Ratingkategorie sind wie folgt:

CLO Rendite Europa
CLO Rendite USA

Trading Aktivitäten.

Die CLO-Märkte waren im Mai sehr aktiv.  Die Nachfrage nach den Ratingkategorien BBB und BB ist sehr stark angestiegen und hat in den letzten zwei Wochen zu einer Preisrallye geführt. Die Preise von BBB CLOs sind im letzten Monat um ca. 10 Preispunkte und BB/B um 10 bis 20 Preispunkte gestiegen. 

Mit der Preisrallye begann die bisherige Differenzierung nach Kreditspezialisten und der Qualität der Kreditpools zu erodieren. Die Investoren sehen weiterhin den sogenannten Floatereffekt, also Pool-to-Par Werte, in CLO-Wertpapieren – aufgrund sehr niedrigen historischen Ausfallraten. Durch die CLO Sicherheitsmechanismen besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Tranchen zu 100% bei Maturity zurückzahlen.

Die verlangsamten Downgradeaktivitäten der Ratingagenturen führten zu einer angestiegenen Handelsaktivität im CLO-Equity Bereich.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Ende Mai gab es in Europa wie in USA einige stark nachgefragte Neuemissionen. Im Unterschied zu USA, wo erste „saubere“ Kreditpools wieder verbrieft werden, basieren die Emissionen in Europa noch auf vor COVID-19 gesourcten Kreditpools.

Im Mai haben in Europa 4 CLO-Neuemissionen mit insgesamt 1 Mrd. Euro Volumen gepreist. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen in Europa YTD beträgt damit 7,7 Mrd. Euro.

In den USA gab es 14 CLO Neuemissionen im Mai. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 $24,6 Mrd. USD in 57 Transaktionen.

Kreditpools.

Die positive Entwicklung der Kreditmärkte in Europa und den USA setzt sich Ende Mai – Anfang Juni weiter fort. Der Euro Kreditindex zeigt eine Performance für das Jahr 2020 von ca. -5,4% und im Monat Mai +2,76% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus  aktueller Sicht YTD -6,89%. Der Monat Mai zeigt bisher +3,39% (S&P LSTA).

Mit dem Anstieg von Loanpreisen steigt die Übersicherung der CLO- Tranchen seit April kontinuierlich an. Die Übersicherungswerte liegen für die AAA-BBB Tranchen aktuell gut über 100%.

Die Downgrade-Aktivitäten der Ratingagenturen haben sich in den letzten Wochen weiterhin verlangsamt.

In Europa gab es keine weiteren Ausfälle. In den USA  liegt die aktuelle Trailing 12-Monate Ausfallrate bei 3%.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Bank of America 


Stand 08.05.2020:

Mit zunehmender Klarheit über eine Stabilisierung und die schrittweise rückläufigen Infektionszahlen in China, gab es positive Impulse auch an den CLO Märkten. Der Monat April war deshalb sehr aktiv und durch eine positive Rally gekennzeichnet. Ab der zweiten Monatshälfte stabilisierten sich zunehmend die CLO Spreads  – zuerst in den Ratingbereichen AAA, AA und A und gefolgt von High-Grade BBB und teilweise BB.

Die Ratingagenturen verfolgen zur Zeit die Auswirkungen von COVID-19 sehr genau. Fitch und Moodys sahen sich veranlasst einige Positionen aus dem NIG Ratingbereich mit einem negativen Ausblick zu  versehen. Aufgrund dieser Anpassungen haben einige Marktteilnehmer Verkäufe durchgeführt. Im Unterschied zum März führten diese Abverkäufe nicht zu einem Selloff sondern zu einem verstärkten Interesse mit aktueller Rallye. Die Käufer gehen aktuell davon aus, dass die Risiken schon eingepreist sind. Die Differenzierung der Transaktionen nach Qualität der Kreditportfolien und nach Kreditspezialisten bleibt weiterhin Priorität und verstärkt sich zunehmend.

Die aktuelle Preisrally führt zu einer positiven Performancekorrektur der Infinigon Fonds. Das entspricht dem Ergebnis der Stressanalyse von Infinigon. Eine weitere Fortsetzung der positiven  Bewegung ist aufgrund der hohen Sicherheit, vor allem der IG gerateten CLO Positionen, zu erwarten. 

Aufgrund der aktuellen Positionierung des Fonds und der Aktivitäten des Portfoliomanagement wie ständiges Monitoring und aktives Trading erwarten wir keine Ausfälle in den Portfolien. Die Recovery der Fondspreise sollte sich weiter fortsetzen.

 CLO Spreads.

Mit dem Annoncieren des Einkaufprogramm der FED Anfang April begann eine Preisrally in den Ratingklassen AAA bis A in den USA und etwas verzögert in Europa. Die Preislevels haben sich von zwischen 80 und 90 auf über 90 verbessert. 

In der laufenden Woche gab es eine verstärkte Nachfrage nach BBB und BB Tranchen. Diese Nachfrage hat eine Preisrally in dieser Ratingkategorie verursacht.

Seit Monatsanfang haben sich in den USA und Europa die AAA Spreads um ca.60 bps, AA um ca. 160 bps, A um ca.215bps,  BBB um 100-200 bps und BB um 350-450 je nach Transaktionsqualität  eingeengt.

CLO Rendite aktuell Europa
CLO Rendite aktuell USA

Trading Aktivitäten.

Seit Ende der vergangenen Woche konnten wir eine ansteigende Zahl an Tradingaktivitäten und Handelsauktionen beobachten. Der Monat März bleibt weiterhin der aktivste Handelsmonat bisher, vor allem aufgrund sehr starker Handelsaktivitäten im AAA bis A Bereich. Im April haben sich die Aktivitäten in die unteren Tranchen verlagert – besonderes in BBB.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Im April gab es 10 CLO Neuemissionen in den USA. Alle Transaktionen sind mit kürzerer Laufzeit und statischen Kreditpools ausgestattet. Gesamtvolumen an Neuemission YTD in den USA beträgt $19 Mrd.

In der zweiten Aprilhälfte begannen auch in Europa die Neuemissionsaktivitäten – mit insgesamt 3 Transaktionen im April beträgt das YTD-Volumen 6,7 Mrd. Euro.

Statische Kreditpools bedeuten, dass die Kreditspezialisten sehr aktiv bei der Auswahl der Emittenten bleiben, wobei weitere Neupositionierungen des Kreditpools nur sehr bedingt erlaubt sind. Die verkürzte Laufzeit bedeutet ca. 1 Jahr Reinvestmentperiode (bei der vor COVID-19 Transaktionen – in der Regel  4-5 Jahre). Dann beginnt die Transaktion schrittweise nach dem Wassefallprinzip zurückzuzahlen oder kann ggf. gekündigt werden. Dies verkürzt bspw. die Laufzeit einer AAA Tranche von 6-7 Jahren auf 3-4 Jahre.

Kreditpools. Der positive Trend der Kreditmärkte in Europa setzt sich weiter fort –  Europa überperformt mittlerweile die USA, insbesondere im April. Der Euro Kreditindex performte YTD ca. -8,56% und im April +7,77%, im Mai bisher +0,7% (S&P ELLI). In den USA gab es eine leichte Verschlechterung – die Veränderungen betrugen YTD -10,82%, im April +3,93%  und im Mai bisher -0,16% (S&P LSTA).

Die Kreditqualität der Europäischen Deals bleibt erheblich höher als die der US CLOs. In den USA sind laut einigen Banken die Übersicherungstests statistische gesehen in einer von 11 CLOs gebrochen. Der Übersicherungstest ist einer der Sicherheitsmechanismen von CLOs –  sobald ein solcher Tests gebrochen wird, werden die Zahlungen von den Equity Tranchen umgeleitet um schrittweise die oberen Tranchen zurückzuzahlen.

Auch was den CCC-Anteil in Kreditportfolien betrifft liegt Europa viel besser als die USA – mit im Durchschnitt zwischen 5,5 und 6%, in den USA ist diese Zahl doppelt so hoch – über 10-12%.

Im Einklang mit den Kreditindizes haben sich auch die Kreditpreise in den Kreditpools verbessert – sowohl in Europa als auch in den USA. Noch Ende März/Anfang April lag der Anteil der bewerteten Kredite unter 70 bei ca. 15-25%, aktuell liegt der Wert zwischen 5 und 15%.

Die Default Rate der Kredite, die über längere Zeit in Europa bei 0% und in den USA unter 2% lag, hat sich ganz wie erwartet erhöht. Aktuell liegt die 12-Monate-Trailing Default Rate in den USA bei 2,63% und in Europa dennoch deutlich niedriger – bei 0,5%. Diese Zahlen sind noch weit unter den Erwartungen von mehreren Banken die eine Ausfallrate zwischen 7 und 13% vorhersagen.

Aktuell bleiben die Kredit- sowie CLO Märkte positiv, jedoch lassen sich die potenziellen Auswirkungen von COVID-19 weiterhin nicht komplett einschätzen. Eine tiefe und gründliche Analyse und ständiges Monitoring, sowie das Ausnutzen von Marktineffizienzen stehen aktuell nach wie vor im Fokus. Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Bank of America

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Jeffries, Fitch Ratings, Goldman Sachs, Credit Suisse


Stand 24.04.2020:

In der laufender Woche war die Aktivität in den Märkten moderat mit einem starken Fokus auf die Qualität von Kreditportfolien. Die Ratingagenturen Fitch, S&P und Moody haben einige Tranchen im BB und B Bereich in den USA mit einem negativen Ausblick versehen sowie teilweise die Ratings heruntergestuft. Die Ratingaktionen von Moodys haben ca. 20% des gesamten von Moodys bewerteten US CLO Universums betroffen.

In Europa, wo die von Infinigon verwalteten Fonds größtenteils investiert sind, gab es keine weiteren Rating Aktionen von Ratingagenturen. Laut der Aussage einer der Ratingagenturen wird es noch einige Zeit dauern, bis in Europa Ratingaktionen stattfinden.

Die meisten CLOs haben Mitte April Zinszahlungstermine. In Infinigon Portfolien wurden alle Zahlungen geleistet, auch die Equity Zahlungen sind im April noch vergleichbar mit vorherigen Perioden. Die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 werden wie erwartet erst später in den CLO Portfolien sichtbar.

Aufgrund dessen wird es auch eine stärkere Differenzierung zwischen den Transaktionen geben. Ein ständiges Monitoring und eine Expertise mit Erfahrung werden mehr den je eine Hauptrolle im Portfoliomanagement spielen. Dies ist der Infinigon Ansatz um Mehrwert für Kundenportfolien zu generieren.

CLO Spreads.

Nach der Rally in der vergangenen Woche begann der Markt die qualitative Einschätzung der CLOs noch stärker zu berücksichtigen. Die Ratingaktionen in den USA verursachten Verkaufsaktivitäten und als Folge Ausweitungen im BBB und Sub-IG Bereich. Diesen Trend konnte man mit entsprechender Verzögerung auch in Europa beobachten.

Die Tranchen, die von den Ratingaktionen betroffen waren, werden momentan mit ca. 50bps Mehrrendite gehandelt.

Euro CLO Rendire aktuell
US CLO Rendite aktuell

Trading Aktivitäten.

Die Handelsaktivitäten blieben in Europa moderat und in den USA weiterhin stark. Besonderes starke Aktivitäten gab es in SUB-IG Bereich aufgrund von Investoren, die Sorgen bezüglich der Qualität hatten.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen. In der vergangener Woche gab es weitere Neuemissionen in den USA mit statischen Kreditpools.

In Europa befinden sich weitere Neuemissionen im Vorbereitungsmodus. Die Erholung der Märkte in der vergangenen Woche wurde von Marktteilnehmer als günstiger Zeitpunkt für das Emittieren – jedoch mit verkürzter Laufzeit – gewertet.

Kreditpools. Die Kreditindizes stabilisierten sich weiter sowohl in Europa als auch in den USA. Die Preisveränderungen der Kredite in Europa und USA blieben ggü. den in der letzten Woche berichteten Werten fast unverändert bzw. nur leicht volatil. In Europa performte der Kreditindex  YTD -10,4% und im April +6% (S&P ELLI). In den USA betrugen die Veränderungen YTD -10,8% und im April +4,1% (S&P LSTA).

Laut den bereits größtenteils publizierten Treuhänder Reports per Ultimo März kam wie erwartet ein Anstieg der CCC Anteile, eine Reduzierung des Durchschnittspreises in den Kreditpools, jedoch bisher kein signifikanter Anstieg an Defaults.

Ein Teil der Kreditspezialisten konnte die negativen Märkte nutzen um unterbewertete Kredite zu erwerben. Andere Spezialisten haben sich auf Verkäufe von schwächeren Positionen und Kredite mit B- oder CCC Rating fokussiert.

Laut bisher vorliegenden Reports beträgt der höchste CCC-Anteil in einem EUR CLO ca. 11%. Im Durchschnitt liegen die Werte in Europa bei ca. 6%, in den USA bei ca. 11%. Der CCC-Anteil in Infinigon Portfolien beträgt im Durchschnitt ca. 4,5%.

Bei europäischen CLOs ist der Anteil der Kredite mit Preisen unter 70% bei ca. 9%, mit Preisen zwischen 80% und 90% bei ca. 40%. Diese Zahlen werden sich anpassen, wenn mehr Klarheit bzgl. Zukunftprognosen herrscht. Auch wenn endgültige Daten über Ausfälle in den Portfolien noch nicht vorliegen, wird im April aktuell kein starker Anstieg an Ausfällen in den Kreditpools erwartet.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Bank of America

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Stand 17.04.2020:

Die Märkte in der Woche vor Ostern waren relativ ruhig mit langsamer Einengung der CLO-Spreads im IG Bereich. Am Donnerstag, mit der Annoncierung der FED und den Änderungen des Ankaufsprogramms (jetzt einschließlich CLOs und HY), sind die CLO-Preise stark angestiegen beginnend in den USA und gefolgt von Europa.

Gleichzeitig haben die Ratingagenturen mehr als 100 CLO Tranchen (überwiegend BB und B Rating) – in Europa und den USA – mit einem negativen Ausblick versehen und auf Watchlists gesetzt. Diese Anpassungen machen Investoren weiterhin vorsichtig in diesem Bereich.

Potenzielle Auswirkungen von COVID-19 lassen sich noch nicht einschätzen. Eine Klarheit gibt es noch nicht. Die erste Phase der Panik und Sell-Off Märkte ist jedoch mittlerweile auch an den Kredit- und CLO Märkten vorbei. Aktuell versuchen die Kredit- und CLO Märkte ein klareres Marktverständnis zu erlangen.

Mit Publizierung der Treuhänderreports für den Monat März erwarten wir eine bessere Übersicht über die Aktivitäten der Kreditspezialisten und die Entwicklung von Kredit-Portfolien zu erhalten.

CLO Spreads.

Mit der Annoncierung des FED Einkaufsprogramms Ende der vergangenen Woche gab es Einengungen der CLO Spreads. Diese Woche bleiben die Spreads fast unverändert auf den Levels von Ende vergangener Woche.

Euro_CLO_Rendite
USA_CLO_Rendite

Trading Aktivitäten.

Die Handelsaktivitäten in den ersten 2 Aprilwochen waren moderat im Vergleich zum Monat März. Es gab weiterhin Handelsauktionen. Der Anteil an nicht-gehandelten Positionen hat sich weiter reduziert – dies spricht dafür, dass die Investoren bereits klarere Vorstellungen und Erwartungen über die aktuellen Levels haben als im Monat März.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen. In der vergangener Woche gab es einige Neuemissionen in den USA mit statischen Kreditpools. Diese Art von Kreditpools erfüllen die Kriterien für das Ankaufsprogramm der amerikanischen Zentralbank FED. In Europa befinden sich einige Neuemissionen im Vorbereitungsmodus.

Im Kalenderjahr 2020 gab es in Europa kaum Refinanzierungen. Die Anzahl an Emissionen liegt 14 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 5,8 Mrd. EUR. Im Vergleich dazu gab es in der entsprechenden Zeitperiode 2019 insgesamt 21 Transaktionen mit einem Volumen von 9 Mrd. €. In den USA haben sich die Emissionszahlen ggü. dem Vorjahr mehr als halbiert – YTD 2020: ca. $14,5Mrd. und YTD 2019 ca. $38 Mrd.

Kreditpools. Die Kreditindizes stabilisieren sich weiter sowohl in Europa als auch in den USA. Die Preisveränderungen der Kredite in Europa beträgt YTD -10,4% und im April +6% (S&P ELLI). In den USA betrugen die Veränderungen YTD -10,7% und im April +4,2% (S&P LSTA).

Auch auf dem Kreditmarkt wurde nach der Sell-Off Phase ein Punkt erreicht mit stärkerer Differenzierung zwischen stabilen und instabilen Krediten. Je stärker die Auswirkungen auf die individuellen Unternehmensbilanzen sich beziffern lassen, um so „korrekter“ wird der Marktpreis sein. Aktuelle Orientierung erfolgt anhand der einzelnen Industriebranchen.

Im Unterschied zu Finanzmärkten ist die Umsetzung von Maßnahmen einer längerfristiger Prozess. Einige Ratingagenturen bestrafen diese „Unklarheit“ mit einem CCC Rating. Das sehen wir vor allem in den USA, wo bereits der Anteil an Krediten mit einer Bonität von CCC steigt. Das führt bspw. bei mehreren US CLOs laut einiger Banken bereits zu einem Anteil von ca. 10%. In Europa wird aktuell ein geringerer Anstieg der Kredite der Bonität CCC erwartet. Aus aktueller Sicht (basierend auf bisher vorliegenden Treuhänder Reports) beträgt der CCC Anteil aus Sicht von Infinigon in europäischen CLO Portfolien ca. 5%. Ein starker Anstieg an Ausfällen in den Kreditpools wird im April aktuell nicht erwartet. 

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Jeffries, Fitch Ratings, Goldman Sachs

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Stand 03.04.202

Seit Ende Februar erlebte der CLO-Markt synchron zu anderen Anlageklassen den Krisenmodus.

COVID-19 greift auf Europa über. Der hochansteckende Virus ist ein Risiko für Gesundheit und Leben. Die Bundesregierung entscheidet sich zu drastischen Maßnahmen – Vermeidung von öffentlichen Kontakten zum Schutz der Gesundheit und des Lebens.

Das führt zu einem abrupten Absenken der wirtschaftlichen Aktivitäten auf ein sehr niedriges Niveau. Die Finanzmärkte haben den Stillstand der wirtschaftlichen Aktivitäten mit einem starken Kurseinbruch der Aktien-, HY-, Unternehmensanleihen- und CLO- Märkte quittiert.

Als erste Marktreaktion auf die Verbreitung von COVID-19 gab es Abverkäufe im AAA-CLO Bereich – nach dem Motto „Hauptsache Liquidität, egal in welcher Anlageklasse“. Dies führte zu einer AAA-Spreadausweitung von ca. 100bps auf ca. 400bps.  Aufgrund Unsicherheiten bezüglich möglicher nachfolgenden Auswirkungen der Pandemie auf Kreditpools trat ein Sell-Off im Non-IG Bereich ein.

Seit letzter Woche findet eine Beruhigung, bereits gekoppelt mit steigenden Preisen, auf der Käuferseite statt. Die fortsetzende Negativverzinsung im Bereich von Staatsanleihen führt bei den aktuellen Levels zu einer erhöhten Kaufbereitschaft. Die staatlichen Unterstützungspakete für Unternehmen mit Zuschüssen, Steuerstundungen und KFW-Krediten laufen bereits an. Konkrete Auswirkungen der Pandemie sind jedoch aktuell noch nicht abschätzbar.

CLO Spreads.

Ende der vergangenen Woche konnten wir einige Spreadeinengungen beobachten, insbesondere in der AAA-A Ratingkategorie. Seitdem bleiben die Spreads relativ stabil. Gestiegene Handelsaktivitäten im Non-IG Bereich brachte einige Volatilität bei den CLO-Renditelevels. Dadurch, dass die Auktionsergebnisse oft intransparent bleiben (es werden keine genauen Handelspreise veröffentlicht), sind die berichteten Spreadlevels von Broker zu Broker etwas unterschiedlich.

Euro CLOs Collateralized Loan Obligations Rendite Levels März 2020
USA CLOs Collateralized Loan Obligations Rendite Levels März 2020

Trading Aktivitäten.

Der Monat März war sehr aktiv insbesondere im IG Bereich, viele Banken und Broker berichten von rekordverdächtig vielen Auktions- und Handelsaktivitäten. Die Handelsaktivitäten im Non-IG-Bereich waren am Anfang des Monats moderat. Ab der dritten Märzwoche berichteten einige Banken von einer gestiegenen Aktivität im NON-IG Bereich – bei Auktionen wurden mehr Positionen gehandelt als nicht gehandelt, was zum Anfang des Monats noch umgekehrt war.

Die laufende Woche ist aufgrund des Quartalsendes sehr ruhig – es gab keine große CLO-Preisbewegungen und Handelsaktivitäten.  Der CLO Markt in den USA bleibt viel aktiver als in Europa.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen gab es in der vergangenen Woche keine. Es wurden einige Neuemissionen in den USA annonciert, die einen statischen Kreditpool und ggf. eine kürzere Laufzeit haben werden. Es gibt Informationen, dass mehrere Kreditspezialisten solche Transaktionen planen, jedoch die Unsicherheiten und Volatilitäten lassen diese Pläne vorerst scheitern.

Kreditpools. Aktuell wird über eine leichte Erholung im Loanmarkt berichtet – Loanindizes konnten  sich über die Woche verbessern und die Loanpreise in CLO-Kreditpools stabilisierten sich entsprechend. Es ist zudem zu bemerken, dass der Anteil an Krediten, deren Preis unter 80 steht, gesunken ist – ebenfalls ein positives Zeichen.

Die Loanpreisveränderung in Europa beträgt YTD -15,6% und in der laufenden Woche +1,9% (S&P ELLI). In den USA betrugen die Veränderungen YTD -14,5% und in der laufenden Woche +2,6% (S&P LSTA).

Laut unterschiedlichen Quellen betrug der Anstieg an CCC-gerateten Kredite in CLO-Portfolien 3 bis 4-5%. Exakte Zahlen werden sich hier allerdings erst zeigen, sobald die Treuhänder-Reports im April publiziert werden.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg

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Stand 27.03.202

CLO Spreads. Einige Banken/Broker berichteten zum Ende der Woche von einer leichten Erholung bzw. Stabilisierung der Levels im IG Bereich. Hier die aktuellen Spread-Levels YTD:

Trading Aktivitäten. Die Banken bieten CLO-Wertpapiere weiterhin mit einer sehr weiten Bid-Offer Spanne an. Im Markt finden derzeit viele Auktionen (BWICs) statt wobei die Liquidität weiterhin moderat bleibt. Gut die Hälfte der in den Auktionen angebotenen Positionen, insbesondere im Non-IG Bereich, werden nicht gehandelt. Der CLO Markt in den USA bleibt sehr aktiv.

CLO-Neuemission und Refinanzierungen gab es in der vergangenen Woche keine.

Kreditpools. Die Loanpreise sind zum Anfang der Woche weiterhin abgesunken, jedoch konnte eine Verbesserung ab Mitte der Woche, im Zusammenhang mit weiteren Ankündigungen von Unterstützungsmaßnahmen von staatlicher Seite und zudem im Einklang mit den Aktienmärkten, festgestellt werden. Die Loanpreisveränderung in Europa beträgt YTD -18,7% und in der laufenden Woche +1,15% (S&P ELLI). In den USA betrugen die Veränderungen YTD -16,8% und in der laufenden Woche +5,6% (S&P LSTA).

Verschiedene Ratingagenturen führen zurzeit mehrere Stressszenarien durch, um mögliche weitere Auswirkungen von COVID-19 zu erkennen. Es gab z.B. bereits im März einige Rating-Actions von S&P. Dabei wurden Ratings von einzelnen Krediten/Unternehmen um einen Notch heruntergestuft oder auf «Ausblick Negativ» gesetzt. Diese Aktionen haben bisher nur sehr wenige fundamentale Auswirkungen auf CLO Kreditpools. 

Es gibt einzelne Industrien, die momentan als potenziell am meisten betroffene gesehen werden: Transportation, Retail, Oil&Gas, Hotels/Gaming, Consumer Durables, Automotive.

Der Anteil an solchen Industrien beträgt pro EURO CLO im Durchschnitt ca. 12% und in den USA ca. 18%. In Europa hat die Transaktion mit dem größtem Exposure dieser Branchen ca. 22% und in den USA ca. 33%. Der Anteil solcher Industrien in Infinigon Portfolien beträgt ca. 10 %. Laut den Stresstests, die wir für unsere Portfolien durchführen, werden auch bei einem vollständigem Ausfall dieser Industrien CLO IG Tranchen keine Verluste erleiden.

Es sind aktuell noch keine auf COVID-19 bezogene Loan-Defaults bekannt.

Wir haben frühzeitig und proaktiv agiert und arbeiten seit einigen Wochen voll funktionsfähig mit einem dezentralen Portfoliomanagement (Düsseldorf, Frankfurt, Bonn). Wie gewohnt sind wir jederzeit für Sie erreichbar.

Wie bei jeder Krise, bieten sich auch während dieser Coronavirus Pandemie aktuell sehr gute Gelegenheiten für Investitionen. Beispielsweise liegen AAA Rating CLO Wertpapiere, bei denen Investoren in den letzten 20 Jahren noch nie Ausfallverluste hinnehmen mussten, also zu den sichersten Anlagen überhaupt zählen, derzeit bei 2-4%.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg

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Stand per 20.03.2020:

CLO-Spreads: Die CLO-Spreadausweitungen seit einem Monat sind in den USA mit den Levels der Ölkrise 2015-2016 vergleichbar und in Europa sogar überschritten, jedoch noch weit weg von den Levels der Krise 2008. Aus den Erkenntnissen die Investoren und wir als Portfolioverwalter in der Finanzkrise 2008 gewonnen haben, erwarten wir, dass die Preissensitivitäten bei CLOs im Ratingbereich AAA bis A sich im Rahmen halten. 

In Europa haben sich im März  die CLO-Rendite  der Ratingkategorie AAA bis A auf ca. 200-300 bps ausgeweitet und betragen entsprechend: AAA – 3-4%, AA – 4,5-5%, A –5%. Die aktuelle Rendite der Ratingkategorie BBB liegt bei 7-8%, BB bei 11-12% – am meisten ausgeweitet, und B bei 13 bis 15%. Die aktuelle Ausweitung im Non-IG Bereich 600-650 bps. 

Die Zahlen aus den USA vergleichbar mit denen aus Europa.

Trading Aktivitäten. Die Banken bieten im aktuellen Stressmodus weiterhin CLO Wertpapiere an. Dabei hat die Bid-Offer Spanne sich sehr stark ausgeweitet: Käufe zu überteuerten Kursen – Verkäufe zu sehr niedrigen Kursen. Bei AAA bis A kann aktuell die Differenz zwischen Bid und Ask bis zu 75 bps ausmachen, bei BBB sogar über 100 bps sein.

CLO-Neuemission und Refinanzierungen sehen wir aktuell fast keine. In der vergangenen Woche hat nur 1 CLO Manager in Europa eine Neuemission bringen können und in den USA waren es lediglich  10. Zum Vergleichen: während den ruhigen Marktphasen beträgt diese Anzahl in Durchschnitt ca. 5 bis 10 Deals pro Monat in Europa und 30 bis 60 Deals pro Monat in den USA. 

Kreditpools sind auch sehr stark betroffen. Die Loanspreise sind gefallen unter dem Niveau von 2011.  Diese Preisverfälle können zwar von CLOs noch überstanden werden, es werden aber in den kommenden Monaten Downgrades und ein Anstieg an Defaults unter anderem in den CLO Portfolien erwartet. Diese Downgrades führen jedoch zu keinen Verlusten der IG CLO Tranchen, auch unter einem Extrem Stressszenario (mit z.B. 100% Ausfall von einzelnen Industrien wie Fluggesellschaften, Öl&Gas etc.). 

CLOs sind Produkte, die über eine zweistufige Besicherung verfügen – einmal auf Kreditebene und zweitens Besicherung durch die Tranchierung.  Diese Eigenschaften haben auch in der Vergangenheit für eine sehr niedrige Ausfall- und Verlustrate gesorgt. 

Die neuen CLOs, die nach der Krise 2008 emittiert wurden, verfügen sogar über mehrere zusätzlichen Sicherheitsmechanismen, die die Qualität des Kreditpools gewährleisten. 

Im Unterschied zu der Finanzkrise 2008 handelt es sich heute um eine Wirtschaftskrise. Alle Staaten haben eine unbeschränkte finanzielle Unterstützung für alle Unternehmen und gesamter Wirtschaft zugesagt. Dementsprechend werden es weniger Unternehmensausfälle erwartet. Sollte sich die Wirtschaft doch stärker und massiver eintrüben, profitieren insbesondere die oberen Tranchen der CLOs von der doppelten Besicherung und diesen spezifischen Sicherheitsmechanismen. 

Bei weiteren Fragen und für mehr ausführliche Informationen bezüglich Ihrer Portfolien stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung


Stresstests belegen – keine CLO Ausfälle zu erwarten!

Stresstests belegen – keine CLO Ausfälle zu erwarten!

Um der aktuellen wirtschaftlichen Situation Rechnung zu tragen, hat Infinigon für Investments, in den uns anvertrauten Portfolien, aktuell noch konservativere Stresstests durchgeführt. Mit dem folgenden Ergebnis:

Es sind keine Kapitalverluste von CLO IG Tranchen zu erwarten.

Die Annahmen waren wie folgt:

  • Industrie / Annahme
  • Consumer Transportation (u.a. Fluggesellschaften) / 100% Ausfallrate mit Recovery von 50%
  • Hotels, Gaming, Leisure / 100% Ausfallrate mit Recovery von 50%
  • Oil&Gas / 100% Ausfallrate mit Recovery von 50%
  • Metals&Mining / 100% Ausfallrate mit Recovery von 50%
  • Consumer: Durable / 20% jährliche Ausfallrate mit Recovery von 50%
  • Consumer: Non-Durable / 20% jährliche Ausfallrate mit Recovery von 50%
  • Automotives / 10% jährliche Ausfallrate mit Recovery von 50%
  • Retail / 10% jährliche Ausfallrate mit Recovery von 50%

Weiterhin wurde unterstellt, dass alle Loans in den CLO Pools, welche aktuell über ein CCC Rating verfügen, ebenfalls bei 50% Recovery ausfallen werden.

CLO-Investments profitieren von mehreren Sicherheitsmechanismen:

1. Sicherheit des Kreditpools

  • überwiegend erstrangige besicherte Unternehmenskredite
  • hohe Diversifizierung regional sowie nach Branchen und Unternehmen. Circa 5.000 besicherte Kredite sind in unseren aktuellen Investments repräsentiert.
  • aktive Auswahl, Monitoring und Management der Kredite durch Kreditspezialisten die durch Infinigon sorgfältigst geprüft, ausgewählt und beobachtet werden.

2. Sicherheitsmechanismen in CLO selbst: Jedes CLO Investment wird vom erfahrenen Infinigon Investment-Team auf Herz und Nieren geprüft.

  • Prüfung der wirtschaftlichen Details: Sicherheit durch die Überdeckung und Wasserfallstruktur eines CLOs: eine BBB Tranche profitiert von einer Subordination von ca. 15% und würde erst Verluste erleiden, wenn ca. ein Drittel der Kredite des Pools bei einer Recovery Rate von 50% (historisch bei über 70%) ausgefallen wäre.
  • Prüfung der Dokumentation: In die CLO-Dokumentation implementierte Limits, die dafür sorgen, dass der Wasserfall im Stressfall zu Gunsten der gerateten Tranchen umgeleitet wird. Dass sich die Struktur wie im Prospekt beschrieben verhält, wird von einem unabhängigen Treuhänder überwacht.

3. Keine Verluste in EURO Investment Grade CLOs (Quelle S&P)

4. Aktives Management der Investments durch das Infinigon Investment-Team – Sicherheit durch eine sorgfältige Auswahl der Positionen durch Infinigon: aufgrund unseres Monitorings und Risikomanagements war Infinigon seit Gründung in der Lage jegliche Ausfälle zu vermeiden!

Beispiel  Stresstests IGLA Fonds:

CLO_Stresstests_Anteil_Industrien_CCC

Die Spalte „IGLA Anteil“ zeigt die Anteile der ausgewählten Industrien der CLOs im Fondsbestand. Diese Anteile sind nicht als Direktexposure im Fonds zu verstehen – aufgrund der CLO Sicherheitsmechanismen wie der Tranchierung und Risiko-Umleitung werden die aktuellen Risiken erst von den Tranchen mit niedrigem Rating absorbiert. D.h. die Tranchen mit IG Rating sind nicht betroffen.

Ergebnis:

  • Verlust Tranchen: 0
  • Verlust Portfolio: 0

Sollten Sie eine professionelle quantitative Unterstützung für Ihr CLO Portfolio benötigen – kontaktieren Sie uns bezüglich unserer Service Dienstleistungen.

Wir verlassen uns nicht auf “Gefühl”! – CLO Stresstests, Analysen, Beratung

Wir verlassen uns nicht auf “Gefühl”! – CLO Stresstests, Analysen, Beratung

Gerade in herausfordernden Zeiten wie Kreditkrisen sind kurze Entscheidungswege, Kompetenz und Erfahrung, aber vor allem aussagefähige Szenarioanalysen und Stresstests, quantitative Ansätze und Modellierung, sowie aussagefähiges Reporting gefragt.

Im Gegensatz zu anderen Anlageklassen lassen sich CLOs quantitativ hervorragend beherrschen.

Durch in den Prospekten definierte und durch unabhängige Trustees (Treuhänder) sichergestellte Sicherungsmechanismen lassen sich Ausfallrisiken, Opportunitäten sehr gut modellieren.

Wir bei Infinigon mit über 50 Jahren Markterfahrung in der Geschäftsführung haben in den letzten 25 Jahren erfahren und gelernt das Risikomanagement bei Kreditrisiken die entscheidende Komponente für langfristige Performance ist.

Daher haben wir seit der Gründung vor 10 Jahren einen wesentlichen Fokus auf den Aufbau einer ausgezeichneten IT Infrastruktur, sowie quantitativen Ressourcen, gelegt. In unserem Team von 6 Investment Spezialisten tragen 3 Mathematiker und 2 IT Spezialisten zur quantitativen Analyse unserer Investment bei.

Unser Tagesgeschäft umfasst die drei wesentlichen Säulen guter Kredit Portfolienverwaltung:

  • Analyse der Dokumentation Fundamentalanalyse hinsichtlich der Besicherungen der jeweiligen Einzelinvestment in die wir Investieren
  • Transparenz Bottom Up (bis zum Einzelkredit), sowie Top Down (aggregiertes Exposure auf Portfolioebene)
  • Stresstests und Sensitivitätsanalysen auf Einzelinvestment Ebene

Sollen Sie bisher kein Investor von Infinigon sein, jedoch Bedarf an quantitativer Unterstützung, sowie Reportinganforderungen haben, kontaktieren Sie uns. Sicher werden Sie verstehen, dass wir unsere Priorität und Fokus auf bestehende Investorenverbindungen legen. Daher können wir voraussichtlich nicht alle Anfragen annehmen, aber dann eventuell Sie auch mit ein paar Gedanken oder einem Austausch zum Markt bei Ihren Herausforderungen in diesen Zeiten unterstützen.

Ihnen und Ihren Liebsten alles Gute in diesen sehr herausfordernden Zeiten.

Ihr Infinigon Team

0211 310 54160

info@infinigon-capital.com

Webinar „Negativzinsvermeidung & attraktives Renditepotenzial in der Kapitalanlage“

Webinar „Negativzinsvermeidung & attraktives Renditepotenzial in der Kapitalanlage“

Online-Konferenz / Webinar in Zusammenarbeit mit VP Bank über Negativzinsvermeidung & attraktives Renditepotenzial im kurz- mittelfristigen Kapitalanlagebereich mittels UCITS Fonds

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 11.00-11.45 Uhr

Für die kurz- und mittelfristige Kapitalanlage stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, die die finanziellen Wünsche von institutionellen Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen, Stiftungen und Unternehmen bis hin zu Vermögens-verwaltern und Family Offices erfüllen können. Da diese Kapitalanlagen viele Kosten verursachen oder keinen positiven Renditebeitrag leisten, bietet Infinigon-Capital in Zusammenarbeit mit der VP Bank eine mögliche Lösung.

Infinigon-Capital, als ein unabhängiger Asset Manager, präsentiert eine Negativzinsvermeidung und ein attraktives Renditepotenzial im kurz-mittelfristigen Kapitalanlagebereich mittels  UCITS-Fonds. Hohe Transparenz wird mit 14-tägiger Handelbarkeit kombiniert. Sie haben die Möglichkeit  alle 14 Tage über Ihr Investment zu entscheiden und können es beliebig erhöhen oder reduzieren.

Anmeldung zum Webinar ist über VP Bank oder Infinigon-Capital möglich.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Freundliche Grüße

Infinigon Capital GmbH

 

Retention Rule

Retention Rule

Eine der Folgen aus der Finanzkrise 2008 ist die Einführung der Retention Rule, dt. Aufbewahrungsregel, für alle besicherten Finanzprodukte CMBS, RMBS und auch CLOs. So gilt seit 2011 in der EU und seit dem 24. Dezember 2016 in den USA die sogenannte Retention Rule für besicherte Finanzmarktprodukte.

Diese Regel wurde eingeführt, um die Collateral Manager mit in die Verantwortung für die von ihnen verwaltenden Transaktionen zu nehmen. Der jeweilige Manager muss mindestens 5% der ausstehenden Summe selbst kaufen und halten. Dies kann er „vertikal“ oder „horizontal“ oder als eine Mischung innerhalb der Transaktion machen. Ein kleines Beispiel:

Manager XY bringt eine CLO-Transaktion in Höhe von 500 Mio EUR auf den Markt, aufgeteilt in 5 Tranchen (von AAA – Not Rated). Laut der Retention Rule muss er sich jetzt entscheiden: Kauft er selbst 5% horizontal einer Tranche (meistens Not Rated) oder 5% vertikal (aus jeder Tranche ein gleicher Teil) oder eine Mischung aus beidem (zB 3% Not Rated und 2% vertikal verteilt).

Wie auch immer sich der Manager entscheidet, er muss selbst mit mindestens 25 Mio EUR in die Transaktion investiert sein. Selbstverständlich erhält er genauso wie andere Anleger Zinsen und Erträge, oder trägt Verluste mit. Dadurch hat der Manager selbst ein fundamentales Interesse daran, dass die Transaktion positiv für die Investoren verläuft.

Die Retention Rule ist in den USA Teil des Dodd-Frank-Acts. In der EU ist diese Regel bereits seit 2011 in Kraft, in den USA trat diese erst am 24. Dezember 2016 in Kraft. Da US-Transaktionen aber auch europäische Interessen befriedigen möchten, wurden auch in den USA bereits viele sogenannte „Retention Compliant Deals“ emittiert. Daher ist diese Regelung keine gänzliche Neuerung für die meisten Marktteilnehmer.