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Im aktuellen Umfeld werden wir uns auf unsere Kompetenzen im Portfoliomanagement fokussieren und wie bereits in der Finanzkrise versuchen die Herausforderungen zu meistern, aber auch Chancen und Opportunitäten zu nutzen. 

Als krisenerprobter Manager werden wir alles daran setzen, Sie erfolgreich durch diesen Sturm zu begleiten. Das konnten wir bereits zur Finanzmarktkrise 2008/2009 für unsere Investoren unter Beweis stellen.

Wir werden unsere Investoren und alle Interessenten über die aktuelle Marktlage der CLO Wertpapiere auf dem Laufenden halten.

Stand 31.07.2020

Im Monat Juli war noch kein wirkliches Sommerloch erkennbar. Der Markt zeigte sich weiterhin aktiv und Primärmarkttransaktionen wurden gut platziert.

Weitere Differenzierungen zwischen einzelnen Managern und Transaktionen sind klar erkennbar und die Aktienmanager werden zur Zeit belohnt.

Die Ausschüttungen der Equity Tranchen haben sich leicht reduziert. Die Anzahl weiterer CLO-Tranchen-Downgrades in Europa und USA hat sich, im Vergleich zum Vormonat, deutlich reduziert.

Bei Infinigon gab es im Publikumsfonds lediglich ein CLO-Downgrade von BBB zu BBB-, aber auch einen Upgrade von AA zu AA+. Neuemissionen konnten wir zur weiteren Verbesserung von Qualität und Rendite nutzen.

Wir beobachten weiter intensiv das Verhalten, die Performance und die Bestände der CLO Manager. Die Performance der Fonds ist im Monat Juli durchweg positiv.


CLO Rendite

Im abgelaufenen Monat sind die Renditen und damit die Risikoprämien weiter gefallen. Im Bereich AA/A um 10-20 BP, bei BBB um 20-40 BP.

Der Bereich Non Investment Grade zeigt sich dagegen eher gemischt. Grund hierfür ist vor allem die Differenzierung der Manager nach Qualität durch die Investoren.

Die Renditen pro Ratingkategorie waren wie folgt :

Europa CLo Rendite
CLO Rendite USA

Trading Aktivitäten

Die meisten Handelsaktivitäten im Juli fanden im AAA-AA Bereich statt. Die BBB und BB Ratingkategorien wurden insbesondere im Sekundärmarkt stark gehandelt.


CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen

Im Juli gab es in Europa 7 CLO-Neuemissionen über 1,9 Mrd. Euro. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 12,3 Mrd. Euro in 38 Transaktionen.

In den USA gab es im Juli 19 CLO Neuemissionen. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $41 Mrd. USD in 97 Transaktionen, davon 9 Mid-Market CLOs.

Einige US Positionen kündigten Teil-Refinanzierungen an, bei denen einige Tranchen mit Fixed Rate Kupons refinanziert werden und so ein Mehrwert für Equity Tranchen geschaffen werden soll.


Kreditpools

Der Euro Kreditindex zeigt eine Performance für das Jahr 2020 von ca. -4,9% und im Juli +0,22% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus aktueller Sicht YTD -5,26%, Juli +1,95% (S&P LSTA).

Die Downgrade-Aktivitäten verlangsamten sich, dafür erhöhte sich die Upgrade-Aktivität leicht. Es gab weitere Defaults – besonders in den Industrien Retail, Tourismus und Energy. Aktuell befinden sich die Ratingagenturen in einem Beobachtungsmodus und nehmen teilweise Namen von ihren Watchlists runter.


Die rollierende 12-monatige Ausfallrate in den USA stieg auf 4,1%, in Europa liegt diese aktuell mit 0,6% deutlich niedriger.

Was tut sich in den USA
Ein Beitrag von unseren CEO Jürgen Nott, der due Firma in USA (New York) vertritt.
Was ich von Freunden und Bekannten in New York höre ist, dass viele Familien aufs Land ziehen. Homeoffice scheint sich nicht nur als Alternative etabliert zu haben, sondern als Basis für alternative Lebensentwürfe. Mieten konnten von denen, die in NYC bleiben, um bis zu 50% ! reduziert werden. Restaurants und Geschäfte sind weiterhin größtenteils geschlossen. Aktuell scheint, dass neben dem Staat und seinen Hilfspaketen (also die Steuerzahler) und insbesondere Real Estate die Zeche zahlen.

Ich kam gerade aus Montana zurück. Einem Bundesstaat größer als Deutschland und gefühlt mehr Bergen als Einwohnern – selbst da kaufen Städter Häuser – mehrere Einwohner haben mir berichtet das der Häusermarkt dort seit Monaten außer Kontrolle ist. Allerdings haben die Einheimischen Zweifel das 8 Monate Winter den einen oder anderen dann doch nochmal seine Entscheidung überdenken lässt.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America

Sprechen Sie uns an:

Nico Hofste, i. A. Vertrieb Infinigon GmbH
hofste@infinigon-capital.com
0211 31054166


Stand 03.07.2020

Der Monat Juni war weiterhin sehr aktiv mit vielen BWICs im Sekundärmarkt und einigen Neuemissionen.

Die globale Volatilität Mitte des Monats hat auch die CLO Märkte leicht betroffen. Jedoch konnten sich die Märkte sehr schnell stabilisieren und weiterhin aktiv bleiben.  Richtung Monatsende gab es einige „Müdigkeitserscheinigung“ der Märkte, so dass wieder eine leichtere Ausweitung zu beobachten war.

Es gab weitere CLO-Tranchen in Europa und USA, die gedowngradet oder auf Credit-Watch gesetzt wurden. Die Downgrades in Europa waren großenteils nur innerhalb derselben Ratingkategorie (z.B. BBB auf BBB-). Trotz dieser Downgrades gab es keinen Verkaufsdruck für IG-Investoren, was auch die Stabilität der CLO-Märkte gewährleistet hat.

Nach sehr aktivem Handeln blieben die Infinigon Fonds sehr gut und sicher positioniert. Wir haben ständig die Märkte beobachtet, sowie für einzelne Mandate einige Neuemissionen günstig erworben. Die Portfolien des Infinigon Publikumfonds und IGLA – die aktiv verwaltet werden – sind nicht von CLO-Downgrades betroffen.

CLO Rendite

Aktienmarktbewegungen, sowie eine leichte Sättigung des CLO-Markts durch vermehrte Handelsaktivitäten führte zu einer leichten Ausweitung der CLO-Rendite zum Monatsende. Die Ausweitung im IG Bereich ergab sich durch eine verlangsamte  Nachfrage – die IG Tranchen sind bis zu einem gewissen Level gelaufen und bieten weiterhin eine sehr attraktive Rendite, jedoch weniger Preisopportunitäten. Dazu emittierten relativ viele Neuemissionen, die das Angebot gegenüber der Nachfrage etwas erhöht haben.  

Im SUB IG Bereich sahen Investoren mehr Preisgewinnpotenzial – besonderes von hochwertigen Positionen – und haben aktiv auf BWICs geboten. Diese positive Marktstimmung wurde durch die reduzierte Nachfrage an weniger qualitativen Positionen und einige Downgrades ausgeglichen und führte zu einigen Ausweitungen auch im SUB-IG Bereich.

In den AA und A Bereichen gab es seit Anfang Juni eine leichte Ausweitung von 10-15 bps, im BBB Bereich von 30-90 bps und im BB/B Bereich abhängig vom Risikoprofil sogar eine Ausweitung von bis zu 40-120 bps. Sehr große Ausweitungsspanne von BBB Bereich ergibt sich aufgrund der stärkeren Differenzierung zwischen BBB und BBB-.

Die aktuellen Renditen je nach Ratingkategorie sind wie folgt:

EUR CLO Rendite
US CLO Rendite

Trading Aktivitäten

Die CLO-Märkte im Juni waren sehr aktiv. Besonderes aktiv waren Investoren im SUB IG und BBB Bereich, wo noch einige Preisopportunitäten bestehen. Laut Angaben wurden insgesamt ca. 2Mrd. EUR und über 6 Mrd. USD innerhalb der Auktionen im Juni gehandelt, davon ca.  30% (USA) und ca.50% (EUR) waren Wertpapiere der Ratingkategorie BBB bis B.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Im Juni haben in Europa bereits 9 CLO-Neuemissionen mit insgesamt 2,4 Mrd. Euro Volumen gepreist. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 12,3 Mrd. Euro in 29 Transaktionen.

In den USA gab es 20 CLO Neuemissionen im Juni. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $33 Mrd. USD in 79 Transaktionen mit 8 davon Mid-Market CLOs.

Weitere Transaktionen befinden sich in der Vermarktungsphase. Analog zur Sekundärmarktaktivität, hat sich auch die Nachfrage nach Neuemissionen etwas reduziert.

Kreditpools.

Die Kreditmärkte waren im Juni auch von Volatilitäten betroffen. Seit Anfang des Monats haben sich die Märkte positiv bewegt, jedoch mit Aktienmarktvolatilität und weiteren Unsicherheiten bewegten sich die Kreditpreise wieder nach unten. Ein Verfall in der 2. Juliwoche betrug über 1%. 

Trotz der Verfälle blieben die Kreditmärkte im Juni generell leicht positiv. Der Euro Kreditindex zeigt eine Performance für das Jahr 2020 von ca. -5% und im Juni +1,67% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus aktueller Sicht YTD -7%, Juni +0,95% (S&P LSTA).

Per Ende Q2 werden von vielen Unternehmen die Bilanzzahlen veröffentlicht. Aufgrund möglicherweise schwachen Bilanzzahlen werden von Marktteilnehmer weiterhin Kredit-Downgrades erwartet.

Im Juni gab es auch positive Aktionen von Ratingagenturen – einige Unternehmen aus den Branchen wie Tourismus werden von der Liste „negative Watch“ runtergenommen.  Zusätzlich trotz leichtem CCC-Anstieg konnte man auch leichte Verbesserungen hinsichtlich der Qualität der CLO-Kreditpools beobachten – besonderes von sehr aktiven CLO-Kreditspezialisten, die den Wert aktiv aufgebaut haben.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 


Stand 19.06.2020

Die CLO- und Loanmärkte blieben von der Volatilität in Aktienmärkten nicht unberührt. Steigende Verkaufsaktivitäten sowie aufgrund eines Feiertags in Deutschland leicht reduzierte Liquidität trugen dazu bei, dass CLO-Renditen sich leicht ausgeweitet haben.

Neben der globalen Volatilität und Ängsten vor der zweiten COVID-Welle sind CLO Investoren auch von den Aktivitäten der Ratingagenturen besorgt. Es gab einzelne Tranchen in Europa und USA, die den Downgrade um einen Notch erlitten haben, weitere Tranchen wurden auf Credit-Watch gesetzt.

In der laufenden Woche wurden weiterhin sehr starke Handels- und Auktionsaktivitäten beobachtet, die Levels haben sich inzwischen wieder stabilisiert. Die Renditelevels wurden durch die ausreichende Nachfrage unterstützt.

In den ersten zwei Wochen Juni konnte Infinigon weitere günstige Reinvestitionen durchführen und in einzelnen Mandaten die  Marktopportunitäten nutzen, um Derisking-Maßnahmen Cash-neutral zu ergreifen.

CLO Rendite

Der Monat Juni begann mit der Fortsetzung der Rallye auf CLO Märkten. Jedoch hatten die globale Volatilität und  Verkaufsaktivitäten in der letzten Woche auch CLO-Renditen beeinflusst – besonderes im BBB und SUB IG Bereich.

In den AA und A Bereichen gab es eine leichte Ausweitung von 5-10 bps, im BBB Bereich von 30-40 bps und im BB/B Bereich abhängig vom Risikoprofil sogar eine Ausweitung von bis zu 40-120 bps.

Im Equity Bereich blieben die Preise unverändert – der Markt wartet auf die im Juli erwarteten Zahlungstermine.

In der laufenden Woche blieben die Spreads weitgehend unverändert. Die Ausweitungen der letzten Woche sind nun mit Verspätung in den Performancezahlen sichtbar.

Die aktuellen Renditen je nach Ratingkategorie sind wie folgt:

CLO Rendite Europa
CLO Rendite USA

Trading Aktivitäten

Vergangene Woche wurde von mehreren Marktteilnehmern als eine der handelsaktivsten Wochen letzter Monate bezeichnet. Besonderes aktiv waren die Investoren im SUB IG Bereich.  Gründe dafür waren die Marktvolatilität und erwartete Aktivität der Ratingagenturen. Gleichzeitig realisierten einige der Investoren, die in den Zeiten der starken COVID-Volatilität nachgekauft haben, die Gewinne.

Die verstärkten Verkaufsaktivitäten haben bisher genug unterstützende Nachfrage getroffen.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Im Juni haben in Europa bereits 43 CLO-Neuemissionen mit insgesamt 1,1 Mrd. Euro Volumen gepreist. Das Gesamtvolumen der Neuemissionen in Europa beträgt damit YtD 11 Mrd. Euro in 24 Transaktionen.

In den USA gab es bereits 10 CLO Neuemissionen im Juni. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 ca. $26,5 Mrd. USD in 68 Transaktionen.

Weitere Transaktionen befinden sich in der Vermarktungsphase: 3 EUR-Transaktionen und 5 USD-Transaktionen. Bemerkenswert ist sehr hohe Nachfrage nach Neuemissionen, die aktuell eine verkürzte Laufzeit aufweisen. Teilweise sind die Tranchen 5-7 Fach überzeichnet.

Kreditpools.

Die globale Volatilität der letzten Woche hat auch Loan-Indizes beeinflusst. Nach einem leichten Verfall um ca. 1% stiegen die Loanpreise jedoch wieder. Die Performance von Kreditindizes MTD in beiden USA und Europa ist weiterhin positiv und liegt bei ca. +2%.

Die Downgrade-Aktivitäten der Ratingagenturen haben sich in den letzten Wochen zwar verlangsamt, es finden aber vereinzeln weitere Downgrades statt.

Aktuell gibt es nur wenige Transaktionen, die die Übersicherungstests gebrochen haben – bei diesen CLOs werden zeitweise keine Ausschüttungen an Equity Tranchen durchgeführt, dafür erfolgt die vorzeitige Tilgung der oberen Tranchen. Zusätzlich gab es viele Kreditemittenten, die Ihre Zahlungstermine von quartalsweise auf halbjährlich umgestellt haben, das führt ebenfalls zur temporärer Verkürzung der Equity-Ausschüttungen. Dennoch bleiben CLO-Equity Preise weiterhin stabil, die Equity Investoren rechnen mit langfristig positiven Szenarien.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Deutsche Bank, Bloomberg, Bank of America 


Stand 05.06.2020

Die IG-CLO Preise sind wieder fast auf vor-COVID Niveau

Die positive Entwicklung setzte sich im Mai fort. Angefangen bei den Kreditpreisen, einer weiteren Erholung an den Aktienmärkten und zusätzlich eine sehr hohe Handelsaktivität quer durch alle Ratingkategorien stehen aktuell die CLO-IG Preise fast auf einem Niveau 2.Halbjahr 2019. Die Gründe für das positive Marktsentiment waren unter anderem:

  • ökonomische Verbesserungen und Lockerungen,
  • die Stützungskäufe der Zentralbanken EZB und FED im  Bereich Anleihen
  • Verlangsamte Defaults und Downgrade Aktivitäten,
  • Klarheit mit zukünftigen Cash Flows und Sicherheitsmechanismen der CLOs

Die Rückkehr der Primärmarktaktivitäten ist auch ein Zeichen des positiven Marktsentiments bei gleichzeitig starker Nachfrage und generell positiver Entwicklung.

Infinigon war in den letzten Wochen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Mandatsziele selektiv sehr aktiv. In den Mandaten mit hoher Flexibilität haben wir Gelegenheiten genutzt, um mittel- bis langfristig Mehrwert zu erzielen. Die Kostenbasis wurde durch Nutzung von öffentlichen Auktion (BWICS) sehr gering gehalten. Der BID – Offer Spread kam dadurch nicht zum Tragen.  Wir beobachten weiterhin den Markt sowie die Qualität unseren Portfolien und monitoren ständig die Gelegenheiten den Mehrwert aufzubauen.


CLO Rendite.

Der Monat Mai kennzeichnet sich durch eine sehr starke Rallyekann der CLO Rendite. Die Preisrallye begann mit Top-Tier Managern (Kreditspezialisten die vom Markt sehr anerkannt werden). Ende des Monats zogen Transaktionen von weniger etablierten Spezialisten nach.

Die Levels im AAA bis A Bereich haben sich weiterhin verbessert, mit der Ratingklasse A als Top-Performer. Im BBB Bereich wurde ein neuer Tiefpunkt der Rendite erreicht –  einige kürzere Positionen wurden bereits mit 4,5% Rendite (sehr nah an Ende 2019 Niveau) gehandelt. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage ist die Kursrallye im NIG Bereich aktuell am stärksten zu beobachten.

Die aktuellen Rendite je nach Ratingkategorie sind wie folgt:

CLO Rendite Europa
CLO Rendite USA

Trading Aktivitäten.

Die CLO-Märkte waren im Mai sehr aktiv.  Die Nachfrage nach den Ratingkategorien BBB und BB ist sehr stark angestiegen und hat in den letzten zwei Wochen zu einer Preisrallye geführt. Die Preise von BBB CLOs sind im letzten Monat um ca. 10 Preispunkte und BB/B um 10 bis 20 Preispunkte gestiegen. 

Mit der Preisrallye begann die bisherige Differenzierung nach Kreditspezialisten und der Qualität der Kreditpools zu erodieren. Die Investoren sehen weiterhin den sogenannten Floatereffekt, also Pool-to-Par Werte, in CLO-Wertpapieren – aufgrund sehr niedrigen historischen Ausfallraten. Durch die CLO Sicherheitsmechanismen besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Tranchen zu 100% bei Maturity zurückzahlen.

Die verlangsamten Downgradeaktivitäten der Ratingagenturen führten zu einer angestiegenen Handelsaktivität im CLO-Equity Bereich.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Ende Mai gab es in Europa wie in USA einige stark nachgefragte Neuemissionen. Im Unterschied zu USA, wo erste „saubere“ Kreditpools wieder verbrieft werden, basieren die Emissionen in Europa noch auf vor COVID-19 gesourcten Kreditpools.

Im Mai haben in Europa 4 CLO-Neuemissionen mit insgesamt 1 Mrd. Euro Volumen gepreist. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen in Europa YTD beträgt damit 7,7 Mrd. Euro.

In den USA gab es 14 CLO Neuemissionen im Mai. Das Gesamtvolumen an Neuemissionen im amerikanischen CLO Markt beträgt im Jahr 2020 $24,6 Mrd. USD in 57 Transaktionen.

Kreditpools.

Die positive Entwicklung der Kreditmärkte in Europa und den USA setzt sich Ende Mai – Anfang Juni weiter fort. Der Euro Kreditindex zeigt eine Performance für das Jahr 2020 von ca. -5,4% und im Monat Mai +2,76% (S&P ELLI). In den USA beträgt die Veränderung aus  aktueller Sicht YTD -6,89%. Der Monat Mai zeigt bisher +3,39% (S&P LSTA).

Mit dem Anstieg von Loanpreisen steigt die Übersicherung der CLO- Tranchen seit April kontinuierlich an. Die Übersicherungswerte liegen für die AAA-BBB Tranchen aktuell gut über 100%.

Die Downgrade-Aktivitäten der Ratingagenturen haben sich in den letzten Wochen weiterhin verlangsamt.

In Europa gab es keine weiteren Ausfälle. In den USA  liegt die aktuelle Trailing 12-Monate Ausfallrate bei 3%.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Bank of America 


Stand 08.05.2020:

Mit zunehmender Klarheit über eine Stabilisierung und die schrittweise rückläufigen Infektionszahlen in China, gab es positive Impulse auch an den CLO Märkten. Der Monat April war deshalb sehr aktiv und durch eine positive Rally gekennzeichnet. Ab der zweiten Monatshälfte stabilisierten sich zunehmend die CLO Spreads  – zuerst in den Ratingbereichen AAA, AA und A und gefolgt von High-Grade BBB und teilweise BB.

Die Ratingagenturen verfolgen zur Zeit die Auswirkungen von COVID-19 sehr genau. Fitch und Moodys sahen sich veranlasst einige Positionen aus dem NIG Ratingbereich mit einem negativen Ausblick zu  versehen. Aufgrund dieser Anpassungen haben einige Marktteilnehmer Verkäufe durchgeführt. Im Unterschied zum März führten diese Abverkäufe nicht zu einem Selloff sondern zu einem verstärkten Interesse mit aktueller Rallye. Die Käufer gehen aktuell davon aus, dass die Risiken schon eingepreist sind. Die Differenzierung der Transaktionen nach Qualität der Kreditportfolien und nach Kreditspezialisten bleibt weiterhin Priorität und verstärkt sich zunehmend.

Die aktuelle Preisrally führt zu einer positiven Performancekorrektur der Infinigon Fonds. Das entspricht dem Ergebnis der Stressanalyse von Infinigon. Eine weitere Fortsetzung der positiven  Bewegung ist aufgrund der hohen Sicherheit, vor allem der IG gerateten CLO Positionen, zu erwarten. 

Aufgrund der aktuellen Positionierung des Fonds und der Aktivitäten des Portfoliomanagement wie ständiges Monitoring und aktives Trading erwarten wir keine Ausfälle in den Portfolien. Die Recovery der Fondspreise sollte sich weiter fortsetzen.

 CLO Spreads.

Mit dem Annoncieren des Einkaufprogramm der FED Anfang April begann eine Preisrally in den Ratingklassen AAA bis A in den USA und etwas verzögert in Europa. Die Preislevels haben sich von zwischen 80 und 90 auf über 90 verbessert. 

In der laufenden Woche gab es eine verstärkte Nachfrage nach BBB und BB Tranchen. Diese Nachfrage hat eine Preisrally in dieser Ratingkategorie verursacht.

Seit Monatsanfang haben sich in den USA und Europa die AAA Spreads um ca.60 bps, AA um ca. 160 bps, A um ca.215bps,  BBB um 100-200 bps und BB um 350-450 je nach Transaktionsqualität  eingeengt.

CLO Rendite aktuell Europa
CLO Rendite aktuell USA

Trading Aktivitäten.

Seit Ende der vergangenen Woche konnten wir eine ansteigende Zahl an Tradingaktivitäten und Handelsauktionen beobachten. Der Monat März bleibt weiterhin der aktivste Handelsmonat bisher, vor allem aufgrund sehr starker Handelsaktivitäten im AAA bis A Bereich. Im April haben sich die Aktivitäten in die unteren Tranchen verlagert – besonderes in BBB.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen.

Im April gab es 10 CLO Neuemissionen in den USA. Alle Transaktionen sind mit kürzerer Laufzeit und statischen Kreditpools ausgestattet. Gesamtvolumen an Neuemission YTD in den USA beträgt $19 Mrd.

In der zweiten Aprilhälfte begannen auch in Europa die Neuemissionsaktivitäten – mit insgesamt 3 Transaktionen im April beträgt das YTD-Volumen 6,7 Mrd. Euro.

Statische Kreditpools bedeuten, dass die Kreditspezialisten sehr aktiv bei der Auswahl der Emittenten bleiben, wobei weitere Neupositionierungen des Kreditpools nur sehr bedingt erlaubt sind. Die verkürzte Laufzeit bedeutet ca. 1 Jahr Reinvestmentperiode (bei der vor COVID-19 Transaktionen – in der Regel  4-5 Jahre). Dann beginnt die Transaktion schrittweise nach dem Wassefallprinzip zurückzuzahlen oder kann ggf. gekündigt werden. Dies verkürzt bspw. die Laufzeit einer AAA Tranche von 6-7 Jahren auf 3-4 Jahre.

Kreditpools. Der positive Trend der Kreditmärkte in Europa setzt sich weiter fort –  Europa überperformt mittlerweile die USA, insbesondere im April. Der Euro Kreditindex performte YTD ca. -8,56% und im April +7,77%, im Mai bisher +0,7% (S&P ELLI). In den USA gab es eine leichte Verschlechterung – die Veränderungen betrugen YTD -10,82%, im April +3,93%  und im Mai bisher -0,16% (S&P LSTA).

Die Kreditqualität der Europäischen Deals bleibt erheblich höher als die der US CLOs. In den USA sind laut einigen Banken die Übersicherungstests statistische gesehen in einer von 11 CLOs gebrochen. Der Übersicherungstest ist einer der Sicherheitsmechanismen von CLOs –  sobald ein solcher Tests gebrochen wird, werden die Zahlungen von den Equity Tranchen umgeleitet um schrittweise die oberen Tranchen zurückzuzahlen.

Auch was den CCC-Anteil in Kreditportfolien betrifft liegt Europa viel besser als die USA – mit im Durchschnitt zwischen 5,5 und 6%, in den USA ist diese Zahl doppelt so hoch – über 10-12%.

Im Einklang mit den Kreditindizes haben sich auch die Kreditpreise in den Kreditpools verbessert – sowohl in Europa als auch in den USA. Noch Ende März/Anfang April lag der Anteil der bewerteten Kredite unter 70 bei ca. 15-25%, aktuell liegt der Wert zwischen 5 und 15%.

Die Default Rate der Kredite, die über längere Zeit in Europa bei 0% und in den USA unter 2% lag, hat sich ganz wie erwartet erhöht. Aktuell liegt die 12-Monate-Trailing Default Rate in den USA bei 2,63% und in Europa dennoch deutlich niedriger – bei 0,5%. Diese Zahlen sind noch weit unter den Erwartungen von mehreren Banken die eine Ausfallrate zwischen 7 und 13% vorhersagen.

Aktuell bleiben die Kredit- sowie CLO Märkte positiv, jedoch lassen sich die potenziellen Auswirkungen von COVID-19 weiterhin nicht komplett einschätzen. Eine tiefe und gründliche Analyse und ständiges Monitoring, sowie das Ausnutzen von Marktineffizienzen stehen aktuell nach wie vor im Fokus. Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Bank of America

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Jeffries, Fitch Ratings, Goldman Sachs, Credit Suisse


Stand 24.04.2020:

In der laufender Woche war die Aktivität in den Märkten moderat mit einem starken Fokus auf die Qualität von Kreditportfolien. Die Ratingagenturen Fitch, S&P und Moody haben einige Tranchen im BB und B Bereich in den USA mit einem negativen Ausblick versehen sowie teilweise die Ratings heruntergestuft. Die Ratingaktionen von Moodys haben ca. 20% des gesamten von Moodys bewerteten US CLO Universums betroffen.

In Europa, wo die von Infinigon verwalteten Fonds größtenteils investiert sind, gab es keine weiteren Rating Aktionen von Ratingagenturen. Laut der Aussage einer der Ratingagenturen wird es noch einige Zeit dauern, bis in Europa Ratingaktionen stattfinden.

Die meisten CLOs haben Mitte April Zinszahlungstermine. In Infinigon Portfolien wurden alle Zahlungen geleistet, auch die Equity Zahlungen sind im April noch vergleichbar mit vorherigen Perioden. Die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 werden wie erwartet erst später in den CLO Portfolien sichtbar.

Aufgrund dessen wird es auch eine stärkere Differenzierung zwischen den Transaktionen geben. Ein ständiges Monitoring und eine Expertise mit Erfahrung werden mehr den je eine Hauptrolle im Portfoliomanagement spielen. Dies ist der Infinigon Ansatz um Mehrwert für Kundenportfolien zu generieren.

CLO Spreads.

Nach der Rally in der vergangenen Woche begann der Markt die qualitative Einschätzung der CLOs noch stärker zu berücksichtigen. Die Ratingaktionen in den USA verursachten Verkaufsaktivitäten und als Folge Ausweitungen im BBB und Sub-IG Bereich. Diesen Trend konnte man mit entsprechender Verzögerung auch in Europa beobachten.

Die Tranchen, die von den Ratingaktionen betroffen waren, werden momentan mit ca. 50bps Mehrrendite gehandelt.

Euro CLO Rendire aktuell
US CLO Rendite aktuell

Trading Aktivitäten.

Die Handelsaktivitäten blieben in Europa moderat und in den USA weiterhin stark. Besonderes starke Aktivitäten gab es in SUB-IG Bereich aufgrund von Investoren, die Sorgen bezüglich der Qualität hatten.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen. In der vergangener Woche gab es weitere Neuemissionen in den USA mit statischen Kreditpools.

In Europa befinden sich weitere Neuemissionen im Vorbereitungsmodus. Die Erholung der Märkte in der vergangenen Woche wurde von Marktteilnehmer als günstiger Zeitpunkt für das Emittieren – jedoch mit verkürzter Laufzeit – gewertet.

Kreditpools. Die Kreditindizes stabilisierten sich weiter sowohl in Europa als auch in den USA. Die Preisveränderungen der Kredite in Europa und USA blieben ggü. den in der letzten Woche berichteten Werten fast unverändert bzw. nur leicht volatil. In Europa performte der Kreditindex  YTD -10,4% und im April +6% (S&P ELLI). In den USA betrugen die Veränderungen YTD -10,8% und im April +4,1% (S&P LSTA).

Laut den bereits größtenteils publizierten Treuhänder Reports per Ultimo März kam wie erwartet ein Anstieg der CCC Anteile, eine Reduzierung des Durchschnittspreises in den Kreditpools, jedoch bisher kein signifikanter Anstieg an Defaults.

Ein Teil der Kreditspezialisten konnte die negativen Märkte nutzen um unterbewertete Kredite zu erwerben. Andere Spezialisten haben sich auf Verkäufe von schwächeren Positionen und Kredite mit B- oder CCC Rating fokussiert.

Laut bisher vorliegenden Reports beträgt der höchste CCC-Anteil in einem EUR CLO ca. 11%. Im Durchschnitt liegen die Werte in Europa bei ca. 6%, in den USA bei ca. 11%. Der CCC-Anteil in Infinigon Portfolien beträgt im Durchschnitt ca. 4,5%.

Bei europäischen CLOs ist der Anteil der Kredite mit Preisen unter 70% bei ca. 9%, mit Preisen zwischen 80% und 90% bei ca. 40%. Diese Zahlen werden sich anpassen, wenn mehr Klarheit bzgl. Zukunftprognosen herrscht. Auch wenn endgültige Daten über Ausfälle in den Portfolien noch nicht vorliegen, wird im April aktuell kein starker Anstieg an Ausfällen in den Kreditpools erwartet.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Bank of America

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Stand 17.04.2020:

Die Märkte in der Woche vor Ostern waren relativ ruhig mit langsamer Einengung der CLO-Spreads im IG Bereich. Am Donnerstag, mit der Annoncierung der FED und den Änderungen des Ankaufsprogramms (jetzt einschließlich CLOs und HY), sind die CLO-Preise stark angestiegen beginnend in den USA und gefolgt von Europa.

Gleichzeitig haben die Ratingagenturen mehr als 100 CLO Tranchen (überwiegend BB und B Rating) – in Europa und den USA – mit einem negativen Ausblick versehen und auf Watchlists gesetzt. Diese Anpassungen machen Investoren weiterhin vorsichtig in diesem Bereich.

Potenzielle Auswirkungen von COVID-19 lassen sich noch nicht einschätzen. Eine Klarheit gibt es noch nicht. Die erste Phase der Panik und Sell-Off Märkte ist jedoch mittlerweile auch an den Kredit- und CLO Märkten vorbei. Aktuell versuchen die Kredit- und CLO Märkte ein klareres Marktverständnis zu erlangen.

Mit Publizierung der Treuhänderreports für den Monat März erwarten wir eine bessere Übersicht über die Aktivitäten der Kreditspezialisten und die Entwicklung von Kredit-Portfolien zu erhalten.

CLO Spreads.

Mit der Annoncierung des FED Einkaufsprogramms Ende der vergangenen Woche gab es Einengungen der CLO Spreads. Diese Woche bleiben die Spreads fast unverändert auf den Levels von Ende vergangener Woche.

Euro_CLO_Rendite
USA_CLO_Rendite

Trading Aktivitäten.

Die Handelsaktivitäten in den ersten 2 Aprilwochen waren moderat im Vergleich zum Monat März. Es gab weiterhin Handelsauktionen. Der Anteil an nicht-gehandelten Positionen hat sich weiter reduziert – dies spricht dafür, dass die Investoren bereits klarere Vorstellungen und Erwartungen über die aktuellen Levels haben als im Monat März.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen. In der vergangener Woche gab es einige Neuemissionen in den USA mit statischen Kreditpools. Diese Art von Kreditpools erfüllen die Kriterien für das Ankaufsprogramm der amerikanischen Zentralbank FED. In Europa befinden sich einige Neuemissionen im Vorbereitungsmodus.

Im Kalenderjahr 2020 gab es in Europa kaum Refinanzierungen. Die Anzahl an Emissionen liegt 14 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 5,8 Mrd. EUR. Im Vergleich dazu gab es in der entsprechenden Zeitperiode 2019 insgesamt 21 Transaktionen mit einem Volumen von 9 Mrd. €. In den USA haben sich die Emissionszahlen ggü. dem Vorjahr mehr als halbiert – YTD 2020: ca. $14,5Mrd. und YTD 2019 ca. $38 Mrd.

Kreditpools. Die Kreditindizes stabilisieren sich weiter sowohl in Europa als auch in den USA. Die Preisveränderungen der Kredite in Europa beträgt YTD -10,4% und im April +6% (S&P ELLI). In den USA betrugen die Veränderungen YTD -10,7% und im April +4,2% (S&P LSTA).

Auch auf dem Kreditmarkt wurde nach der Sell-Off Phase ein Punkt erreicht mit stärkerer Differenzierung zwischen stabilen und instabilen Krediten. Je stärker die Auswirkungen auf die individuellen Unternehmensbilanzen sich beziffern lassen, um so „korrekter“ wird der Marktpreis sein. Aktuelle Orientierung erfolgt anhand der einzelnen Industriebranchen.

Im Unterschied zu Finanzmärkten ist die Umsetzung von Maßnahmen einer längerfristiger Prozess. Einige Ratingagenturen bestrafen diese „Unklarheit“ mit einem CCC Rating. Das sehen wir vor allem in den USA, wo bereits der Anteil an Krediten mit einer Bonität von CCC steigt. Das führt bspw. bei mehreren US CLOs laut einiger Banken bereits zu einem Anteil von ca. 10%. In Europa wird aktuell ein geringerer Anstieg der Kredite der Bonität CCC erwartet. Aus aktueller Sicht (basierend auf bisher vorliegenden Treuhänder Reports) beträgt der CCC Anteil aus Sicht von Infinigon in europäischen CLO Portfolien ca. 5%. Ein starker Anstieg an Ausfällen in den Kreditpools wird im April aktuell nicht erwartet. 

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg, Jeffries, Fitch Ratings, Goldman Sachs

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Stand 03.04.202

Seit Ende Februar erlebte der CLO-Markt synchron zu anderen Anlageklassen den Krisenmodus.

COVID-19 greift auf Europa über. Der hochansteckende Virus ist ein Risiko für Gesundheit und Leben. Die Bundesregierung entscheidet sich zu drastischen Maßnahmen – Vermeidung von öffentlichen Kontakten zum Schutz der Gesundheit und des Lebens.

Das führt zu einem abrupten Absenken der wirtschaftlichen Aktivitäten auf ein sehr niedriges Niveau. Die Finanzmärkte haben den Stillstand der wirtschaftlichen Aktivitäten mit einem starken Kurseinbruch der Aktien-, HY-, Unternehmensanleihen- und CLO- Märkte quittiert.

Als erste Marktreaktion auf die Verbreitung von COVID-19 gab es Abverkäufe im AAA-CLO Bereich – nach dem Motto „Hauptsache Liquidität, egal in welcher Anlageklasse“. Dies führte zu einer AAA-Spreadausweitung von ca. 100bps auf ca. 400bps.  Aufgrund Unsicherheiten bezüglich möglicher nachfolgenden Auswirkungen der Pandemie auf Kreditpools trat ein Sell-Off im Non-IG Bereich ein.

Seit letzter Woche findet eine Beruhigung, bereits gekoppelt mit steigenden Preisen, auf der Käuferseite statt. Die fortsetzende Negativverzinsung im Bereich von Staatsanleihen führt bei den aktuellen Levels zu einer erhöhten Kaufbereitschaft. Die staatlichen Unterstützungspakete für Unternehmen mit Zuschüssen, Steuerstundungen und KFW-Krediten laufen bereits an. Konkrete Auswirkungen der Pandemie sind jedoch aktuell noch nicht abschätzbar.

CLO Spreads.

Ende der vergangenen Woche konnten wir einige Spreadeinengungen beobachten, insbesondere in der AAA-A Ratingkategorie. Seitdem bleiben die Spreads relativ stabil. Gestiegene Handelsaktivitäten im Non-IG Bereich brachte einige Volatilität bei den CLO-Renditelevels. Dadurch, dass die Auktionsergebnisse oft intransparent bleiben (es werden keine genauen Handelspreise veröffentlicht), sind die berichteten Spreadlevels von Broker zu Broker etwas unterschiedlich.

Euro CLOs Collateralized Loan Obligations Rendite Levels März 2020
USA CLOs Collateralized Loan Obligations Rendite Levels März 2020

Trading Aktivitäten.

Der Monat März war sehr aktiv insbesondere im IG Bereich, viele Banken und Broker berichten von rekordverdächtig vielen Auktions- und Handelsaktivitäten. Die Handelsaktivitäten im Non-IG-Bereich waren am Anfang des Monats moderat. Ab der dritten Märzwoche berichteten einige Banken von einer gestiegenen Aktivität im NON-IG Bereich – bei Auktionen wurden mehr Positionen gehandelt als nicht gehandelt, was zum Anfang des Monats noch umgekehrt war.

Die laufende Woche ist aufgrund des Quartalsendes sehr ruhig – es gab keine große CLO-Preisbewegungen und Handelsaktivitäten.  Der CLO Markt in den USA bleibt viel aktiver als in Europa.

CLO-Neuemissionen und Refinanzierungen gab es in der vergangenen Woche keine. Es wurden einige Neuemissionen in den USA annonciert, die einen statischen Kreditpool und ggf. eine kürzere Laufzeit haben werden. Es gibt Informationen, dass mehrere Kreditspezialisten solche Transaktionen planen, jedoch die Unsicherheiten und Volatilitäten lassen diese Pläne vorerst scheitern.

Kreditpools. Aktuell wird über eine leichte Erholung im Loanmarkt berichtet – Loanindizes konnten  sich über die Woche verbessern und die Loanpreise in CLO-Kreditpools stabilisierten sich entsprechend. Es ist zudem zu bemerken, dass der Anteil an Krediten, deren Preis unter 80 steht, gesunken ist – ebenfalls ein positives Zeichen.

Die Loanpreisveränderung in Europa beträgt YTD -15,6% und in der laufenden Woche +1,9% (S&P ELLI). In den USA betrugen die Veränderungen YTD -14,5% und in der laufenden Woche +2,6% (S&P LSTA).

Laut unterschiedlichen Quellen betrug der Anstieg an CCC-gerateten Kredite in CLO-Portfolien 3 bis 4-5%. Exakte Zahlen werden sich hier allerdings erst zeigen, sobald die Treuhänder-Reports im April publiziert werden.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg

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Stand 27.03.202

CLO Spreads. Einige Banken/Broker berichteten zum Ende der Woche von einer leichten Erholung bzw. Stabilisierung der Levels im IG Bereich. Hier die aktuellen Spread-Levels YTD:

Trading Aktivitäten. Die Banken bieten CLO-Wertpapiere weiterhin mit einer sehr weiten Bid-Offer Spanne an. Im Markt finden derzeit viele Auktionen (BWICs) statt wobei die Liquidität weiterhin moderat bleibt. Gut die Hälfte der in den Auktionen angebotenen Positionen, insbesondere im Non-IG Bereich, werden nicht gehandelt. Der CLO Markt in den USA bleibt sehr aktiv.

CLO-Neuemission und Refinanzierungen gab es in der vergangenen Woche keine.

Kreditpools. Die Loanpreise sind zum Anfang der Woche weiterhin abgesunken, jedoch konnte eine Verbesserung ab Mitte der Woche, im Zusammenhang mit weiteren Ankündigungen von Unterstützungsmaßnahmen von staatlicher Seite und zudem im Einklang mit den Aktienmärkten, festgestellt werden. Die Loanpreisveränderung in Europa beträgt YTD -18,7% und in der laufenden Woche +1,15% (S&P ELLI). In den USA betrugen die Veränderungen YTD -16,8% und in der laufenden Woche +5,6% (S&P LSTA).

Verschiedene Ratingagenturen führen zurzeit mehrere Stressszenarien durch, um mögliche weitere Auswirkungen von COVID-19 zu erkennen. Es gab z.B. bereits im März einige Rating-Actions von S&P. Dabei wurden Ratings von einzelnen Krediten/Unternehmen um einen Notch heruntergestuft oder auf «Ausblick Negativ» gesetzt. Diese Aktionen haben bisher nur sehr wenige fundamentale Auswirkungen auf CLO Kreditpools. 

Es gibt einzelne Industrien, die momentan als potenziell am meisten betroffene gesehen werden: Transportation, Retail, Oil&Gas, Hotels/Gaming, Consumer Durables, Automotive.

Der Anteil an solchen Industrien beträgt pro EURO CLO im Durchschnitt ca. 12% und in den USA ca. 18%. In Europa hat die Transaktion mit dem größtem Exposure dieser Branchen ca. 22% und in den USA ca. 33%. Der Anteil solcher Industrien in Infinigon Portfolien beträgt ca. 10 %. Laut den Stresstests, die wir für unsere Portfolien durchführen, werden auch bei einem vollständigem Ausfall dieser Industrien CLO IG Tranchen keine Verluste erleiden.

Es sind aktuell noch keine auf COVID-19 bezogene Loan-Defaults bekannt.

Wir haben frühzeitig und proaktiv agiert und arbeiten seit einigen Wochen voll funktionsfähig mit einem dezentralen Portfoliomanagement (Düsseldorf, Frankfurt, Bonn). Wie gewohnt sind wir jederzeit für Sie erreichbar.

Wie bei jeder Krise, bieten sich auch während dieser Coronavirus Pandemie aktuell sehr gute Gelegenheiten für Investitionen. Beispielsweise liegen AAA Rating CLO Wertpapiere, bei denen Investoren in den letzten 20 Jahren noch nie Ausfallverluste hinnehmen mussten, also zu den sichersten Anlagen überhaupt zählen, derzeit bei 2-4%.

Quellen: Moody’s, S&P, Morgan Stanley, Citi, JP Morgan, Bloomberg

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Stand per 20.03.2020:

CLO-Spreads: Die CLO-Spreadausweitungen seit einem Monat sind in den USA mit den Levels der Ölkrise 2015-2016 vergleichbar und in Europa sogar überschritten, jedoch noch weit weg von den Levels der Krise 2008. Aus den Erkenntnissen die Investoren und wir als Portfolioverwalter in der Finanzkrise 2008 gewonnen haben, erwarten wir, dass die Preissensitivitäten bei CLOs im Ratingbereich AAA bis A sich im Rahmen halten. 

In Europa haben sich im März  die CLO-Rendite  der Ratingkategorie AAA bis A auf ca. 200-300 bps ausgeweitet und betragen entsprechend: AAA – 3-4%, AA – 4,5-5%, A –5%. Die aktuelle Rendite der Ratingkategorie BBB liegt bei 7-8%, BB bei 11-12% – am meisten ausgeweitet, und B bei 13 bis 15%. Die aktuelle Ausweitung im Non-IG Bereich 600-650 bps. 

Die Zahlen aus den USA vergleichbar mit denen aus Europa.

Trading Aktivitäten. Die Banken bieten im aktuellen Stressmodus weiterhin CLO Wertpapiere an. Dabei hat die Bid-Offer Spanne sich sehr stark ausgeweitet: Käufe zu überteuerten Kursen – Verkäufe zu sehr niedrigen Kursen. Bei AAA bis A kann aktuell die Differenz zwischen Bid und Ask bis zu 75 bps ausmachen, bei BBB sogar über 100 bps sein.

CLO-Neuemission und Refinanzierungen sehen wir aktuell fast keine. In der vergangenen Woche hat nur 1 CLO Manager in Europa eine Neuemission bringen können und in den USA waren es lediglich  10. Zum Vergleichen: während den ruhigen Marktphasen beträgt diese Anzahl in Durchschnitt ca. 5 bis 10 Deals pro Monat in Europa und 30 bis 60 Deals pro Monat in den USA. 

Kreditpools sind auch sehr stark betroffen. Die Loanspreise sind gefallen unter dem Niveau von 2011.  Diese Preisverfälle können zwar von CLOs noch überstanden werden, es werden aber in den kommenden Monaten Downgrades und ein Anstieg an Defaults unter anderem in den CLO Portfolien erwartet. Diese Downgrades führen jedoch zu keinen Verlusten der IG CLO Tranchen, auch unter einem Extrem Stressszenario (mit z.B. 100% Ausfall von einzelnen Industrien wie Fluggesellschaften, Öl&Gas etc.). 

CLOs sind Produkte, die über eine zweistufige Besicherung verfügen – einmal auf Kreditebene und zweitens Besicherung durch die Tranchierung.  Diese Eigenschaften haben auch in der Vergangenheit für eine sehr niedrige Ausfall- und Verlustrate gesorgt. 

Die neuen CLOs, die nach der Krise 2008 emittiert wurden, verfügen sogar über mehrere zusätzlichen Sicherheitsmechanismen, die die Qualität des Kreditpools gewährleisten. 

Im Unterschied zu der Finanzkrise 2008 handelt es sich heute um eine Wirtschaftskrise. Alle Staaten haben eine unbeschränkte finanzielle Unterstützung für alle Unternehmen und gesamter Wirtschaft zugesagt. Dementsprechend werden es weniger Unternehmensausfälle erwartet. Sollte sich die Wirtschaft doch stärker und massiver eintrüben, profitieren insbesondere die oberen Tranchen der CLOs von der doppelten Besicherung und diesen spezifischen Sicherheitsmechanismen. 

Bei weiteren Fragen und für mehr ausführliche Informationen bezüglich Ihrer Portfolien stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung