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Fast jedes Unternehmen kommt an einen Punkt, an dem ein Kredit bzw. neues Kapital benötigt wird um Investitionen in die Zukunft tätigen zu können oder zu müssen. Sei es eine neue CNC-Maschine für die Produktion, eine Lagerhalle, eine eigene Serverfarm oder neue Mitarbeiter um das Team zu verstärken – die Bedürfnisse sind unterschiedlich.

Auch die Möglichkeiten diese Vorhaben zu finanzieren und damit zu realisieren, sind verschieden. Zum einen können natürlich die eigenen Guthaben (Eigenkapital) aktiviert werden. Da aber nicht jedes Unternehmen ausreichend Guthaben hat oder dieses aus strategischen Gründen nicht nutzen möchte, bleiben Kredite bei „Fremden“ (Fremdkapital) als Option bestehen.

Hier bieten sich zwei Wege an:

  1. Der klassische Bankkredit bei der Hausbank. Man kennt sich, die Konten liegen vielleicht sowieso schon dort und die Bank kennt die Bilanzzahlen – es ist einfach bequem. Nur eben manchmal nicht der optimalste Weg. Die Zinsraten können teuerer sein oder der Rückzahlplan zu straff.
  1. Die Finanzierung über den Kapitalmarkt. Das Unternehmen begibt eine Anleihe (Senior Unsecured Bond) oder einen Kredit (Senior Secured Loan) am Kapitalmarkt, zu den sie über Investmentbanken Zugang erhalten. Investoren können nun diese Bonds und Loans zeichnen bzw. kaufen. Dadurch erhält das Unternehmen neues Kapital, dass dieses zu einem Zinssatz zurückzahlen muss, das auf seiner Bonität basiert. Diese Bewertung wird durch Ratingagenturen wie S&P, Moodys oder Fitch vorgenommen.

Diese Loans (Senior Secured Loans) sind mit dem richtigen Know-How direkt erwerbbar und wie der Name schon sagt, vorrangig besichert. D.h. im Falle einer Insolvenz des Unternehmens werden die ausstehenden Senior Secured Loans vorrangig bedient, im Gegensatz zu Anleihen (Senior Unsecured Bonds) beispielsweise.

Senior Secured Loans bilden zudem die Grundlage für verbriefte Wertpapiere, sogenannte Collateralized Loan Obligations. Lesen Sie dazu Was ist ein CLO?